Geschichte und Entwicklung der

Verbraucherzentrale Berlin e.V.

 

 


1953

 

Am 24. April wird die "Neue Hauswirtschaft" in der Stresemannstraße 30 in Berlin Kreuzberg eröffnet.

 

 

Vorsitzende: Prof. Margarethe Vater

Geschäftsführerin: Irmgard Kraatz-Rotermund.

 

Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände in Bonn.

 

 

1958

 

Namensänderung in "Neue Hauswirtschaft-Hauswirtschaftliche Ausstellung und Beratungsstelle"

 

1959

 

Im Zuge der Einrichtung von Verbraucherzentralen in allen Bundesländern Erweiterung zu "Neue Hauswirtschaft-Beratungsdienst und Verbraucherzentrale Berlin e.V." mit Einzel- und Verbandsmitgliedern.

 

Beginn der Mitgliedschaft im Verbraucherausschuss für Ernährungsfragen beim Senator für Wirtschaft.

 

Einführung der Annahme und Bearbeitung von Reklamationen. Einführung von Budget-Beratungen.

 

1962

 

Umzug in die Räume am Wittenbergplatz, Bayreuther Straße 40.

 

 

1963

 

Mitgliedschaft in dem neu gegründeten Ausschuss Gebrauchstauglichkeit (Agt) im Deutschen Normenausschuss (DNA). Mitarbeit bei der Normung (bis heute).

 

 

1964

 

Gründung der Stiftung Warentest in Berlin; Verbraucherzentrale arbeitet bis heute in Fachbeiräten mit, ist von Beginn an im ständigen Beirat, dann – bis heute – im Kuratorium, im Verwaltungsrat von 1984 – 1990.

 

Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule.

 

1965

 

Änderung des Vereinsnamens in "Neue Hauswirtschaft und Verbraucherzentrale Berlin e.V."

Hauptgeschäftsführerin: Irmgard Kraatz-Rotermund, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale: Dr. Thea Brünner

 

 

 

 

 

Neues Recht für Verbraucherinstitutionen: Jetzt auch Klagebefugnis für Verbraucherverbände nach dem Gesetz gegen       den unlauteren Wettbewerb (UWG).

 

 

1966

 

Verein zum Schutz der Verbraucher gegen unlauteren Wettbewerb (Verbraucherschutzverein) mit Sitz in Hamburg auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände und der Verbraucherzentralen gegründet, in den die Verbraucherzentrale Berlin ihre Klagebefugnis einbringt.

 

 

1967

 

Ernährungswirtschaftliche Beratung neu aufgenommen, Einrichtung von regelmäßigen Sprechstunden zur Entgegennahme von Reklamationen.

 

 

1968

 

Ingeborg Laue neue Vorsitzende des Vereins

 

 

 

1969

 

Bundesverdienstkreuz I. Klasse für Prof. Margarethe Vater, Ehrenvorsitzende der Verbraucherzentrale. Regelmäßige Informationsveranstaltungen zusammen mit dem Bezirksamt Tiergarten für Einwohner des Bezirks.

 

 

1970

 

Geschäftsstelle des Verbraucherschutzvereins von Hamburg nach Berlin verlegt, in Bürogemeinschaft mit der Verbraucherzentrale Berlin (1974 bezieht der VSV eigene Räume in der Bayreuther Straße)

 

 

1971

 

1. Internationaler Verbraucherfilmwettbewerb,  Berlin, Veranstalter: AgV. Verbraucherzentrale durch ihre Vorsitzende Ingeborg Laue ab jetzt in der Jury vertreten.

 

 

1972

 

Nach Ausscheiden der Hauptgeschäftsführerin Irmgard Kraatz-Rotermund aus Altersgründen wird Dr. Thea Brünner Gesamtgeschäftsführerin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1973

 

Neuer Name des Vereins "Verbraucherzentrale Berlin e.V.". Neue Satzung.

 

Telefonischer Ansagedienst.

 

Beginn einer regelmäßigen Sendezeit in der SFB-Magazinsendung "Rund um die Berolina", jeden Dienstag mit Themen nach Wahl.

 

 

 

1974

 

Einrichtung der Wohnberatung.

 

Beginn der Sondersprechstunde für Mietfragen in Zusammenarbeit mit dem Berliner Mieterverein. Verbraucherberatung in den Bezirksämtern Wedding, Tempelhof, Neukölln, Kreuzberg, Charlottenburg, Steglitz, Wilmersdorf und Reinickendorf.

 

1. Preisvergleich in Berlin im Auftrag der AgV und der Verbraucherzentrale Berlin vom Institut für angewandte Verbraucherforschung für langlebige Gebrauchsgüter.

 

Beginn einer regelmäßigen Teilnahme an der Verbraucher-Live-Sendung im 3. Fernsehprogramm des Südwestfunks Baden-Baden "Nach Ladenschluss".

 

 

1975

 

Erweiterung der Beratungsgebiete: Unterhaltungselektronik, Fotofragen, Beschwerden bei Urlaubs-Pauschalreisen, Lohnsteuerberatung aufgrund der Steuerreform für die Dauer von 3 Monaten.

 

Podiumsdiskussion zum Ladenschlussgesetz.

 

  

1976

 

Film-Jury für den Prix ITB (Internationale Tourismusbörse).

 

Erste telefonische Obstbörse: Vermittlung von preiswertem Obst zwischen privaten Anbietern und Interessenten.

 

Betreuung von Spätaussiedlern aus Polen, aus der UdSSR, aus der CSSR und von Bürgern aus der DDR im Durchgangslager Marienfelde.

 

Beginn der Sondersprechstunde für türkische Arbeitnehmer.

 

Beginn der Mitwirkung in der Expertenrunde des SFB.

 

 

1977

 

Mitarbeit in Arbeitskreisen des Verbraucherausschusses zu Ernährungsfragen.

 

1. Tauschbörse von Büchern, Spielzeug und Schallplatten für Kinder und Jugendliche.

 

Personengebundene Rechtsberatungskompetenz für die Verbraucherzentrale Berlin.

 

Schlichtungsstelle für Verbraucherbeschwerden bei der Industrie- und Handelskammer zu Berlin unter Mitwirkung der Verbraucherzentrale.

 

Beginn der Presseinformation "Fall der Woche" aus der Beschwerdepraxis.

 

 

 

1978

 

Bundespräsident Walter Scheel besucht die Verbraucherzentrale Berlin.

 

 

25jähriges Jubiläum der Verbraucherzentrale Berlin. Gründung der Stiftung Verbraucherinstitut in Berlin - Stifter: Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände e.V., Bonn, und Stiftung Warentest.

 

 

Von jetzt an aktive Mitwirkung und Teilnahme an Veranstaltungen der Stiftung Verbraucherinstitut. Regelmäßige Gastvorträge in der Fachhochschule für Wirtschaft.

 

Einrichtung der Schiedsstelle für Textilpflege in der Verbraucherzentrale, Gremium: je ein Vertreter der Bundesanstalt für Materialprüfung (Vorsitz), der Arbeitsgemeinschaft Textilpflege und der Verbraucherzentrale.

 

 

Einrichtung eines bundeseinheitlichen telefonischen Ansagedienstes - von den Verbraucherzentralen im Wechsel erstellt.

 

 

1979

 

Energieberatung wird ausgebaut und in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für rationelle Energieverwendung durchgeführt, finanziell unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft über die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV)

 

Sonderbeilage in „test“ zu Energiefragen, Auflage: 60.000

 

Dr. Thea Brünner in den Verbraucherbeirat beim Bundesminister für Wirtschaft berufen.

 

 

1980

 

18.08.1980: Änderung des Rechtsberatungsgesetzes: In Artikel 1, § 3, Ziff. 8 wird den Verbraucherzentralen der 11 Bundesländer das Recht zur außergerichtlichen Rechtsberatung und Rechtsbesorgung gegeben.

 

Verbraucherzentrale Anbieter von Btx-Informationen und als Teilnehmer im Btx-Feldversuch in Berlin vertreten.

 

Hearing im Reichstag zu Verbraucherfragen, veranstaltet vom Senator für Wirtschaft.

 

Herausgabe der Rechtsbroschüre "Schon gewußt?" mit Fällen aus dem Alltag für Kinder und Jugendliche. Gleichzeitige Einrichtung von Sonderrechtsberatungen für Kinder und Jugendliche.

 

 

Erweiterung der Energieberatung durch die Sondersprechstunde  "Heizkostenabrechnung".

 

Assessor Ernst Ungerer wird stellvertretender Geschäftsführer.

 

 

1981

 

Ingeborg Laue, Vorsitzende der Verbraucherzentrale, erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande.

 

 

 

Ingeborg Laue wird zur Vorsitzenden des Beirats B der AgV, und damit zur Vizepräsidentin, gewählt.

 

Verbraucherzentrale wird vom Präsidenten des Kammergerichts als Ausbildungsstation für Rechtsreferendare anerkannt.

 

Von jetzt an Mitarbeit in der Expertenrunde "Recht" bei der Stiftung Warentest.

 

Dr. Thea Brünner wird Mitglied im DIN-Verbraucherrat.

 

Einrichtung einer finanzkundlichen Sonderberatung zu Kredit- und Versicherungsfragen.

 

Ausbau des "Bürger-Service Energie" durch die Gesellschaft für rationelle Energieverwendung in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale.

 

 

1982

 

Besuch von Josef Ertl, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten anlässlich der Sonderaktion "Urlaub auf dem Bauernhof".

 

Ergebnis einer Besucheranalyse zeigt u.a., dass die Hilfe bei Reklamationen anteilmäßig besonders stark von Angehörigen sozial weniger begünstigten Gruppen in Anspruch genommen wird.

 

Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und der Eintrittsgelder

 

Spendenaufruf an die Berliner Bevölkerung, ständige Ausgabe von Überweisungsformularen an die Ratsuchenden.

 

Verbraucherzentrale Berlin vom Präsidenten des Amtsgerichts Berlin in die Liste der bußgeldempfangsberechtigten Institutionen aufgenommen.

 

Auf Wunsch der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Neue Informations- und Kommunikationstechniken", Unterkommission Recht,       nimmt die Verbraucherzentrale Stellung zu Problemen des Verbraucherschutzes bei der bundesweiten Einführung von Bildschirmtext.

 

Zum Entwurf des Staatsvertrages über Bildschirmtext Stellungnahme gegenüber der Kommission "Neue Kommunikationstechniken" beim Senator für Wissenschaft und kulturelle Angelegenheiten.

 

Vom Bundeskartellamt erbetene Stellungnahmen zum Abkommen über den Lastschriftenverkehr bei Banken und Sparkassen und zur Vereinbarung über die Festsetzung einer Höchstgebühr für die Benutzung der institutsübergreifenden Geldautomaten.

 

Gründung der Berliner Lebensmittel-Kommission bei der Industrie- und Handelskammer zu Berlin unter Beteiligung der Verbraucherzentrale.

 

Kursus an der Volkshochschule Steglitz zum Thema "Einrichten und Wohnen".

 

Arbeitsgruppe IV "Abgrenzung und Inhalt der Verbraucherpolitik und neue Initiativen zur Verbraucherhilfe" des Verbraucherbeirats beim Bundesminister für Wirtschaft - Sprecherin: Dr. Thea Brünner.

 

 

1983

 

1. Preisvergleich zum Thema "Kontoführungsgebühren am Bankplatz Berlin", der bis heute regelmäßig durchgeführt wird. 1. Preisvergleich zum Thema "Kreditkosten am Bankplatz Berlin", ebenfalls bis heute regelmäßig vorgelegt.

 

30jähriges Jubiläum der Verbraucherzentrale Berlin.

 

 

1984

 

Besuch des Regierenden Bürgermeisters

Eberhard Diepgen.

 

Einrichtung einer persönlichen und telefonischen Sonderberatung für Übersiedler aus der DDR.

 

Beginn des Verkaufs von Test-Heften der Stiftung Warentest in der Verbraucherzentrale, die bis heute auch in der Infothek gelesen werden können.

 

 

Beginn einer regelmäßigen Preiserhebung für Frisch-Lebensmittel und Heizöl.

 

Berufung von Dr. Thea Brünner in den Verwaltungsrat der Stiftung Warentest.

 

Neue telefonische Sonderberatungen zu mietrechtlichen Fragen der Verkabelung und zu Versicherungsfragen.

 

 

1985

 

Berufung in den Bundesgesundheitsrat des Bundesministers für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit.

 

Hearing im Ausschuss für Jugend, Familie und Gesundheit des Bundestages im Auftrag der AgV zum Thema "Trinkwasserfluoridierung".

 

 

 

1986

 

Besuch des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Ignaz Kiechle.

 

Sonderberatung "Gartenpflege und Bodenqualität" durch Experten des Pflanzenschutzamtes Berlin.

 

Die ständig überlastete Telefonanlage wird durch eine neue, leistungsfähigere Anlage ersetzt - Änderung der Telefonnummer und Direktwahlmöglichkeiten.

 

ABM-Projekt "Sozialorientierte Kredit- und Versicherungsberatung einschl. Schuldnerberatung". 1. externe Schuldnerberatung im Bezirksamt Wedding.

 

Sondertelefon zu Umweltfragen mit wechselnden Schwerpunktthemen einmal wöchentlich.

 

Infolge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl intensives Informationsangebot und Mitarbeit im „Krisenstab“.

 

 

1987

 

Umweltschutz wird als neuer Tätigkeitsbereich aufgenommen.

 

Neues Angebot: Computergestützte Überprüfung von Hypothekenzinsen: Programm vom Institut für Finanzdienstleistungen, Hamburg, konzipiert, von der AgV zur Verfügung gestellt.

 

Weitere Schuldnerberatungsstellen in den Bezirksämtern Kreuzberg, Neukölln und Schöneberg.

 

 

Arbeitsgruppe Schuldnerberatung wird eingerichtet, der neben dem Deutschen Familienverband und dem Diakonischen Werk Vertreter der Stiftung Verbraucherinstitut, der Verbraucherzentrale, der Senatsverwaltungen für Gesundheit und Soziales sowie Wirtschaft und Arbeit und anderer Stellen angehören.

 

Ab jetzt ist die Verbraucherzentrale in der Einigungsstelle für Wettbewerbsstreitigkeiten bei der Industrie- und Handelskammer vertreten.

 

 

 

 

1988

 

Verleihung des Verdienstordens des Landes Berlin an Dr. Thea Brünner.

 

 

Einrichtung einer Patientenberatung mit medizinisch/juristischer Ausrichtung, zunächst als ABM-Projekt.

 

Bedingt durch das hohe Telefonaufkommen in der Rechtsberatung Einrichtung einer zusätzlichen Telefonanlage nur für den Rechtsbereich.

 

Schuldnerberatungsstellen jetzt in Wedding, Kreuzberg, Neukölln und Schöneberg, Kooperationsvertrag mit dem Bezirksamt Tempelhof.

 

 

 

1989

 

Ingeborg Laue erhält das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

 

 

Finanzdienstleistungsberatung wird zunächst als ABM-Projekt eingerichtet, aus dem sich die Spar- und Anlageberatung sowie die Versicherungsberatung als neue Beratungsschwerpunkte entwickeln.

 

Schuldnerberatung jetzt in allen - bis auf drei - Bezirksämtern vertreten, enge Zusammenarbeit außerdem mit fast allen Trägern der Sozialarbeit, freien Trägern, die Schuldnerberatungen anbieten, sowie Selbsthilfegruppen.

 

Einrichtung einer Sondersprechstunde zu Fragen bei Mieterhöhungen.

 

Ab September 1989 werden die Vortrags- und Beratungsangebote für Aus- und Übersiedler ausgeweitet, Informationsmaterial erstellt sowie Seminare für Sozialarbeiter durchgeführt. Täglich telefonische Sonderberatungen für Aus- und Übersiedler.

 

Sonderberatung "Home- und Personalcomputer".

 

Verbraucherverbände starten computergestützte Versicherungsberatung.

 

 

Dr. Thea Brünner wird in den Verwaltungsrat des Absatzförderungsfonds der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft berufen.

 

Berufung von Dr. Thea Brünner in den Aufsichtsrat der Postbank.

 

 

1990

 

Zusätzliche Sprechstunden und Informationsmaterial für die ehemaligen DDR-Bürger.

 

Intensive Öffentlichkeitsarbeit nach der Maueröffnung auch auf dem Gebiet der ehemaligen DDR.

 

Zusammenarbeit mit Institutionen und Initiatoren aus der ehemaligen DDR, die den Aufbau von Verbraucherorganisationen planen.

 

Aus dem ehemaligen Amt für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung wird Anfang des Jahres das Verbraucherzentrum Berlin (Ost), das am 03.10. in die Verbraucherzentrale Berlin integriert wird (Außenstelle Warschauer Strasse).

 

Neuer Tätigkeitsbereich: Spar- und Anlageschutzrecht. Erste Veröffentlichung der „Schwarzen Liste“ mit Nennung unseriöser Geldanlageangebote.

 

Als Reaktion und Unterstützung des neu eingeführten Dienstleistungsabends (Änderung des Ladenschlussgesetzes) ändert die Verbraucherzentrale ihre Öffnungszeiten: donnerstags bis 20.30 Uhr.

 

 

Rechtsanwältin Gabriele Francke wird neben Assessor Ernst Ungerer stellvertretende Geschäftsführerin.

 

 

1991

 

Mitgliederversammlung kritisiert die angekündigte totale Streichung der Bundesmittel ab 1992 und fordert vom Bundesministerium für Wirtschaft, aufgrund der besonderen Lage Berlins eine Förderung zumindest für die nächsten drei bis vier Jahre zu gewährleisten.

 

Einrichtung einer regelmäßigen Schuldnerberatung in der Justizvollzugsanstalt Moabit.

 

ABM-Projekt "Einführung in die soziale Marktwirtschaft". ABM-Projekt "Umweltbezogene Werbung und Kennzeichnung von Verpackungen".

 

Erhöhung der Eintrittspreise und Beratungsgebühren infolge einschneidender       Etatkürzungen.

 

Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam; Ausdehnung der Preiserhebungen zu Benzin und festen Brennstoffen, auch im Umland Berlins.

 

Weitere Kooperationsvereinbarungen in der Schuldnerberatung, z.B. mit der "Gesobau" und dem Deutschen Roten Kreuz, sowie aktive Teilnahme am Fortbildungsseminar für Sozialarbeiter der Bundeswehr, bei der Fachtagung "Schuldnerberatung und Marktwirtschaft".

 

Umzug der Außenstelle von der Warschauer Straße in die Marzaner Allee der Kosmonauten.

 

Patientenberatung wird zur festen Einrichtung durch Umwandlung der ABM-Stellen in feste Planstellen.

 

Die Mahnbescheidsformulare der Amtsgerichte enthalten auf der Rückseite den Hinweis: "Im Rahmen ihres Aufgabenbereichs kann Ihnen auch die Verbraucherzentrale bei einer außergerichtlichen Klärung der Rechtsfrage behilflich sein"

 

Herausgabe der Gesetzessammlung "Verbraucherrecht - Gesetze und Verordnungen", Hrsg. Dr. Thea Brünner.

 

 

1992

 

Bundesfinanzierung des Bundesministers für Wirtschaft für die Verbraucherzentrale bis einschließlich 1994 auf der Grundlage der Zuwendung von 1992 gesichert.

 

Eine Besucherbefragung durch Studenten der Fachhochschule für Wirtschaft       ergibt, dass sich die Mehrheit der Befragten keine Alternative zur Verbraucherzentrale vorstellen kann. Knapp die Hälfte war schon häufiger in der Verbraucherzentrale, die Mehrheit erwartet aktive Hilfe, die Rechtsberatung wird am stärksten nachgefragt, über die Hälfte der Besucher wurde durch die Medien auf die Verbraucherzentrale aufmerksam, rund 40 % durch Empfehlung. Sowohl Wartezeiten als auch die Höhe der Beratungsgebühren wurden überwiegend als angemessen bezeichnet.

 

Unterstützung der Verbraucherzentrale Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bei der Einrichtung eigener Patientenberatungen.

 

Wohnberatung nimmt Bauberatung als neues Angebot auf und baut  dieses in den nächsten Jahren weiter aus.

 

Erste Schuldnerberatungsstelle im östlichen Teil Berlins: Prenzlauer Berg.

 

 

1993

 

Gründung des Arbeitskreises Grauer Kapitalmarkt: Auf Initiative der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie und der Verbraucherzentrale wird der Arbeitskreis als Gegenoffensive gegen die besonders aggressive und gefährliche Entwicklung auf dem sog. Grauen Kapitalmarkt gegründet. Ihm gehören neben der Verbraucherzentrale und der Senatsverwaltung Vertreter des Bankenverbandes Mittel- und Ostdeutscher Länder, der Bundesaufsichtsämter für das Kredit- und das Versicherungswesen, des Polizeipräsidenten in Berlin, des Deutschen Finanzdienstleistungs- und Informationszentrums, der Stiftung Warentest und des Verbraucherschutzvereins an, als Gäste das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, die Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Berlin sowie ein Vertreter des Bundesministers der Finanzen.

Der Arbeitskreis bildet drei Untergruppen:

Änderung des 5. Vermögensbildungsgesetzes; Schaffung neuer Verbraucherschutzbestimmungen; Formulierung von Kriterien zur Bekämpfung unlauterer und strafbarer  Werbung.

 

ABM-Projekt Baufinanzierung

 

Mitgliedschaft in der Sachverständigenkommission des Abgeordnetenhauses von Berlin nach dem Fraktionsgesetz.

 

Kooperation mit der ZIM – Gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH: Diplomjuristen aus der ehemaligen DDR werden unter Leitung der Verbraucherzentrale im Verbraucherrecht qualifiziert.

 

40jähriges Jubiläum der Verbraucherzentrale Berlin.

 

1994

 

Dr. Thea Brünner wird das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

 

 

Die institutionelle Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft wird eingestellt. Die Förderung wird in geringerem Umfang auf der Grundlage der projektgebundenen Förderung im Rahmen der AgV-Gremienarbeit fortgeführt.

 

Neues Beratungsangebot zu Baufinanzierungsfragen.

 

ABM-Projekt „Versicherungen im EU-Binnenmarkt“.

 

Mitgliedschaft in dem seit 1991 bestehenden Verbraucherausschuss der EG-Kommission CCC Conseil Consultatif des Consommateurs

 

 

1995

 

Ingeborg Laue erhält den Verdienstorden des Landes Berlin.

 

Prof. Dr. Heiko Steffens, stellvertretender Vorsitzender, wird zum Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) gewählt.

 

 

Eine vom Magazin "Focus" beim Institut Sample in Auftrag gegebene Repräsentativumfrage zum Thema "Vertrauen in Institutionen" zeigt, dass Verbraucherorganisationen das größte Vertrauen in der Bevölkerung genießen. Sie rangieren noch vor dem Bundespräsidenten.

 

Projekt "Modellvorhaben zur Entwicklung eines Umweltinformations- und  - motivationskonzeptes für Großstädte am Beispiel Berlin" (eco-direkt) wird auf Initiative des Senators für Stadtentwicklung und Umweltschutz in der Verbraucherzentrale eingerichtet, je zur Hälfte finanziert von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz und der Bundesstiftung Umwelt.

 

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie ermöglicht durch eine Projektfinanzierung eine dringend erforderliche EDV-Ausstattung.

 

Projekt "Versicherungsberatung im Europäischen Binnenmarkt".

 

 

1996

 

Der plötzliche Tod von Ingeborg Laue, der langjährigen Vorsitzenden der Verbraucherzentrale, am 18. August überschattet das Jahr 1996.

 

Prof. Dr. Heiko Steffens, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) und stellvertretender Vorsitzender der Verbraucherzentrale Berlin, übernimmt die Position des amtierenden Vorsitzenden.

 

Prof. Dr. Heiko Steffens erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

 

 

Das Bezirksamt Wedding löst aufgrund der desolaten Haushaltslage den Vertrag mit der Verbraucherzentrale Berlin, die seit 1986 dort bestehende Kredit- und Schuldnerberatung muss eingestellt werden. Andere Bezirksämter ziehen      aus demselben Grund in den nächsten Jahren nach.

 

Kürzung der Zuwendungen durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft und Betriebe um 200.000 DM.

 

Aufgrund der Mittelkürzung muss die Außenstelle in Marzahn geschlossen werden, statt dessen wird ein Stützpunkt im Rathaus Marzahn eingerichtet.

 

Als erste Verbraucherzentrale führt Berlin die gebührenpflichtige telefonische        Rechts- und Finanzdienstleistungsberatung ein (3,63 DM pro Minute, davon erhält die Verbraucherzentrale 2,86 DM).

 

ABM-Projekt Insolvenzrecht.

 

Ein vom Bundesministerium für Wirtschaft beim ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in Auftrag gegebenes Gutachten zur Finanzierung der deutschen Verbraucherorganisationen weist auf die wachsende ordnungspolitische Bedeutung der Verbraucherarbeit hin und bescheinigt den Verbraucherzentralen besondere Bürgernähe. Aus dem ifo-Gutachten geht klar hervor, dass die öffentliche Finanzierung der deutschen Verbraucherorganisationen unerlässlich ist.

 

 

1997

 

Wechsel in der Geschäftsführung: Rechtsanwältin Gabriele Francke wird neue Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale.

 

Dr. Thea Brünner, langjährige Geschäftsführerin, wird auf der Mitgliederversammlung zur Vorsitzenden gewählt. Assessor Ernst Ungerer bleibt stellvertretender Geschäftsführer und wird zusätzlich Justitiar der Verbraucherzentrale.

 

 

Weitere drastische Kürzung der Zuwendungen, sowohl durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft und Betriebe als auch durch das Bundeswirtschaftsministerium.

 

Die Verbraucherzentrale steht vor dem Konkurs, der durch Einlenken des Senats gerade noch abgewendet werden kann.

 

Erstmals müssen 6 Kündigungen ausgesprochen werden.

 

EU-Projekt "Zugang zum Recht am Beispiel Grauer Kapitalmarkt und Versicherungen".

 

Baufinanzierungsberatung wird in das Beratungsangebot  fest aufgenommen.

 

Berechnungsservice für Vorfälligkeitsentschädigung wird eingerichtet.

 

 

1998

 

Verbraucherzentrale Berlin wird "geeignete Stelle" im Sinne des § 305 Abs.1 Nr. 1 der Insolvenzordnung, die einem Insolvenzverfahren vorgeschaltet sein muss - für die Bezirke Schöneberg und Tempelhof.

 

Seit diesem Jahr gemeinsame Schuldnerberatungsstelle für Schöneberg und Tempelhof für das außergerichtliche Entschuldungsverfahren nach der Insolvenzordnung für die betroffenen Bürger beider Bezirke - finanziell getragen von beiden Bezirken.

 

Auf Initiative aus dem Abgeordnetenhaus werden der Verbraucherzentrale zum Ausgleich des aus dem Jahr 1997 übernommenen Defizits zusätzliche Mittel von der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Betriebe bewilligt.

 

Auflösung der hauswirtschaftlichen Beratung - des ältesten Arbeitsbereichs - infolge der Mittelkürzungen.

 

Einschränkung der Umweltberatung.

 

Schließung des Stützpunktes im Rathaus Marzahn.

 

EU-Projekt „Überschuldung“ in Zusammenarbeit und unter Federführung des österreichischen Vereins für Konsumenteninformation, Wien.

 

Neues Beratungsangebot zur Euro-Einführung.

 

Sonderberatung anlässlich des ausgelaufenen Telefonmonopols der Deutschen Telekom zu Angeboten der Telefongesellschaften.

 

Verbraucherzentrale Berlin mit eigener Website im Internet.

 

Ende des Mandats im Aufsichtsrat der Postbank als Verbrauchervertreter (seit 1989).

 

ABM-Projekt "Beratung zur freien Krankenkassenwahl und zur 3. Stufe der Gesundheitsreform".

 

1999

 

Euroaktivitäten werden verstärkt (Vorträge, Seminare, Öffentlichkeitsarbeit).

 

Beteiligung am Projekt EuroInfo@Berlin  - Internetplattform. Gemeinschaftsprojekt ausgewählter Institutionen und Serviceanbieter. Träger: Senatsverwaltung und BAO Berlin – Marketing Service GmbH

 

Beratung zu Telekommunikationsfragen gewinnt an Bedeutung, ebenso zu Problemen auf dem liberalisierten Strommarkt.

 

 

2000

 

Gründung des neuen Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände e.V. (Verbraucherzentrale Bundesverband - vzbv) mit Sitz in Berlin. In den Verband sind die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV), der Verbraucherschutzverein (VSV) und die Stiftung Verbraucherinstitut (VI) integriert. Zusammen mit den anderen Mitgliedern der ehemaligen AgV ist die Verbraucherzentrale Berlin Gründungsmitglied.

 

Beratungsangebot zur Einführung des Euro am 01.01.2001 wird intensiviert.

 

 

2001

 

Irmgard Kraatz-Rotermund, Hauptgeschäftsführerin der Neuen Hauswirtschaft und Verbraucherzentrale Berlin e.V. von 1953 bis 1972, stirbt im Alter von 95 Jahren.

 

Mitgliederversammlung verabschiedet am 9. November einen an das Berliner Abgeordnetenhaus gerichteten verbraucherpolitischen Forderungskatalog, darunter die dringende Forderung nach Fortsetzung der öffentlichen Finanzierung zur Aufrechterhaltung unabhängiger Verbraucherarbeit.

 

Wahrnehmung des eigenen Unterlassungsanspruchs bei Verstößen gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, gegen unzulässige Allgemeine Geschäftsbedingungen und andere Verbraucherschutzgesetze, soweit sie Berlin betreffen, den die Verbraucherzentrale bisher dem Verbraucherschutzverein überlassen hatte.

 

Spar- und Anlageberatung nimmt Beratung zur sog. Riester-Rente in ihr Angebot auf.

 

Mitgliedschaft im Beirat des "Versicherungsombudsmann e.V." für den Bereich Lebens- und Sachversicherungen, gegründet von der Versicherungswirtschaft.

 

Aufgrund der angespannten finanziellen Situation wird die schon auf eine Teilzeitstelle reduzierte Umweltberatung nicht neu besetzt.

 

Beteiligung am "Euro-Projekt" in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband, das sich gegen überzogene oder verdeckte Preissteigerungen im Zuge der Euro-Einführung richtet.

 

 

2002

 

Wechsel der Zuständigkeit für die Verbraucherzentrale innerhalb des Senats: Bis Anfang 2002 gehörte sie zur Senatsverwaltung für Wirtschaft, jetzt wird sie im Zuge der Senatsneubildung der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales zugeordnet, die um den Bereich Verbraucherschutz erweitert wird.

 

Volker Pietsch aus dem Arbeitsbereich Spar- und Anlageberatung erhält den Anlegerschutzpreis vom Deutschen Anlegerschutzbund e.V. (DASB)

 

Beteiligung an der Sonderaktion "Flutfon", vom vzbv eingerichtet und bundesweit geschaltet, als Reaktion auf die Hochwasserkatastrophe.

 

Beratungsangebot zur Einführung des digitalen Fernsehens. Gemeinsame Pressekonferenz mit der Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz und dem Mieterverein. Herausgabe eines gemeinsamen Informationsblatts mit dem Mieterverein.

 

Im Rahmen der Schuldnerberatung Kooperationsvereinbarung mit FORUM – Arbeit und Projekte e.V.

 

Beteiligung an der Internetplattform www.baufinanzierung.de, ein Projekt der Kreditanstalt für Wiederaufbau und des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände.

 

Telefonische Sonderberatung anlässlich der Euro-Einführung.

 

Reaktivierung des Arbeitskreises Grauer Kapitalmarkt, der 1993 von der Senatsverwaltung für Wirtschaft und der Verbraucherzentrale gegründet worden war.

 

Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes zur Information der Verbraucher im Lebensmittelverkehr im Land Berlin.

 

 

2003

 

50jähriges Bestehen der Verbraucherzentrale Berlin e.V.

 

Symposium „Kooperation zwischen Universitäten und Verbraucherorganisationen“ am 26.09. Anlässe: Entpflichtung von  Prof. Dr. Heiko Steffens, Auftaktveranstaltung zur „Langen Nacht des Verbraucherschutzes in Berlin“ der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz am gleichen Tag, auch anlässlich des 50jährigen Bestehens der Verbraucherzentrale Berlin unter Mitwirkung zahlreicher Berliner Verbraucherorganisationen und Behörden.

 

Gründung des Netzwerkes Verbraucherschutz auf Initiative der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz am 16.07.2003 - Mitgliedschaft der Verbraucherzentrale.

 

Beteiligung an der Langen Nacht der Schuldnerberatung, mit der vor allem vor der Tätigkeit unseriöser gewerblicher Schuldenregulierer gewarnt werden soll.

 

Beteiligung am bundesweiten gemeinsamen Internet-Informationsservice der Verbraucherzentralen (in Vorbereitung).

 

Beteiligung am bundesweiten Intranet der Verbraucherorganisationen (in Vorbereitung).

 

Wachsender Beratungsbedarf im Rahmen der privaten Altervorsorge (Riester-Rente)  und der Gesundheitsreform.

 

Fit Kid: Die Gesund-Essen-Aktion für Kitas. Vom BMVEL gefördertes Projekt, Verbraucherzentrale führt Fortbildungsveranstaltungen für pädagogische Mitarbeiterinnen von Kindertagesstätten durch.

 

„Fit im Alter: Gesund essen, besser leben“. Vom BMVEL gefördertes Konzept. Verbraucherzentrale führt Veranstaltungen zur Ernährung von Senioren durch. Seminar mit „Einkaufstraining“.

 

Verbraucherzentrale werden Zuwendungskürzungen in Höhe von 300.000 € ab 2005 angedroht. Sie fürchtet um ihre Zukunft.