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1953
Am 24. April wird die "Neue Hauswirtschaft" in der
Stresemannstraße 30 in Berlin Kreuzberg eröffnet.

Vorsitzende: Prof.
Margarethe Vater
Geschäftsführerin: Irmgard Kraatz-Rotermund.
Gründung der
Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände in Bonn.
1958
Namensänderung
in "Neue Hauswirtschaft-Hauswirtschaftliche Ausstellung und
Beratungsstelle"
1959
Im Zuge der
Einrichtung von Verbraucherzentralen in allen Bundesländern Erweiterung zu
"Neue Hauswirtschaft-Beratungsdienst und Verbraucherzentrale Berlin
e.V." mit Einzel- und Verbandsmitgliedern.
Beginn der
Mitgliedschaft im Verbraucherausschuss für Ernährungsfragen beim Senator für
Wirtschaft.
Einführung der Annahme und Bearbeitung von
Reklamationen. Einführung von Budget-Beratungen.
1962
Umzug
in die Räume am Wittenbergplatz, Bayreuther Straße 40.

1963
Mitgliedschaft
in dem neu gegründeten Ausschuss Gebrauchstauglichkeit (Agt) im Deutschen
Normenausschuss (DNA). Mitarbeit bei der Normung (bis heute).
1964
Gründung
der Stiftung Warentest in Berlin; Verbraucherzentrale arbeitet bis heute in
Fachbeiräten mit, ist von Beginn an im ständigen Beirat, dann – bis heute – im
Kuratorium, im Verwaltungsrat von 1984 – 1990.
Lehrauftrag
an der Pädagogischen Hochschule.
1965
Änderung
des Vereinsnamens in "Neue Hauswirtschaft und Verbraucherzentrale Berlin
e.V."
Hauptgeschäftsführerin:
Irmgard Kraatz-Rotermund, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale: Dr. Thea
Brünner



Neues
Recht für Verbraucherinstitutionen: Jetzt auch Klagebefugnis für
Verbraucherverbände nach dem Gesetz gegen den
unlauteren Wettbewerb (UWG).
1966
Verein
zum Schutz der Verbraucher gegen unlauteren Wettbewerb
(Verbraucherschutzverein) mit Sitz in Hamburg auf Initiative der
Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände und der Verbraucherzentralen
gegründet, in den die Verbraucherzentrale Berlin ihre Klagebefugnis einbringt.
1967
Ernährungswirtschaftliche
Beratung neu aufgenommen, Einrichtung von regelmäßigen Sprechstunden zur
Entgegennahme von Reklamationen.
1968
Ingeborg
Laue neue Vorsitzende des Vereins
1969
Bundesverdienstkreuz
I. Klasse für Prof. Margarethe Vater, Ehrenvorsitzende der Verbraucherzentrale.
Regelmäßige Informationsveranstaltungen zusammen mit dem Bezirksamt Tiergarten
für Einwohner des Bezirks.
1970
Geschäftsstelle
des Verbraucherschutzvereins von Hamburg nach Berlin verlegt, in
Bürogemeinschaft mit der Verbraucherzentrale Berlin (1974 bezieht der VSV
eigene Räume in der Bayreuther Straße)
1971
1.
Internationaler Verbraucherfilmwettbewerb,
Berlin, Veranstalter: AgV. Verbraucherzentrale durch ihre Vorsitzende
Ingeborg Laue ab jetzt in der Jury vertreten.
1972
Nach
Ausscheiden der Hauptgeschäftsführerin Irmgard Kraatz-Rotermund aus
Altersgründen wird Dr. Thea Brünner Gesamtgeschäftsführerin.




1973
Neuer
Name des Vereins "Verbraucherzentrale Berlin e.V.". Neue Satzung.
Telefonischer
Ansagedienst.
Beginn
einer regelmäßigen Sendezeit in der SFB-Magazinsendung "Rund um die
Berolina", jeden Dienstag mit Themen nach Wahl.
1974
Einrichtung der Wohnberatung.
Beginn der
Sondersprechstunde für Mietfragen in Zusammenarbeit mit dem Berliner
Mieterverein. Verbraucherberatung in den Bezirksämtern Wedding, Tempelhof, Neukölln,
Kreuzberg, Charlottenburg, Steglitz, Wilmersdorf und Reinickendorf.
1.
Preisvergleich in Berlin im Auftrag der AgV und der Verbraucherzentrale Berlin
vom Institut für angewandte Verbraucherforschung für langlebige Gebrauchsgüter.
Beginn
einer regelmäßigen Teilnahme an der Verbraucher-Live-Sendung im 3.
Fernsehprogramm des Südwestfunks Baden-Baden "Nach Ladenschluss".
1975
Erweiterung
der Beratungsgebiete: Unterhaltungselektronik, Fotofragen, Beschwerden bei
Urlaubs-Pauschalreisen, Lohnsteuerberatung aufgrund der Steuerreform für die
Dauer von 3 Monaten.
Podiumsdiskussion
zum Ladenschlussgesetz.
1976
Film-Jury
für den Prix ITB (Internationale Tourismusbörse).
Erste
telefonische Obstbörse: Vermittlung von preiswertem Obst zwischen privaten
Anbietern und Interessenten.
Betreuung
von Spätaussiedlern aus Polen, aus der UdSSR, aus der CSSR und von Bürgern aus
der DDR im Durchgangslager Marienfelde.
Beginn
der Sondersprechstunde für türkische Arbeitnehmer.
Beginn
der Mitwirkung in der Expertenrunde des SFB.
1977
Mitarbeit
in Arbeitskreisen des Verbraucherausschusses zu Ernährungsfragen.
1.
Tauschbörse von Büchern, Spielzeug und Schallplatten für Kinder und
Jugendliche.
Personengebundene
Rechtsberatungskompetenz für die Verbraucherzentrale Berlin.
Schlichtungsstelle
für Verbraucherbeschwerden bei der Industrie- und Handelskammer zu Berlin unter
Mitwirkung der Verbraucherzentrale.
Beginn
der Presseinformation "Fall der Woche" aus der Beschwerdepraxis.
1978
Bundespräsident
Walter Scheel besucht die Verbraucherzentrale Berlin.

25jähriges
Jubiläum der Verbraucherzentrale Berlin. Gründung der Stiftung
Verbraucherinstitut in Berlin - Stifter: Arbeitsgemeinschaft der
Verbraucherverbände e.V., Bonn, und Stiftung Warentest.

Von
jetzt an aktive Mitwirkung und Teilnahme an Veranstaltungen der Stiftung
Verbraucherinstitut. Regelmäßige Gastvorträge in der Fachhochschule für
Wirtschaft.
Einrichtung
der Schiedsstelle für Textilpflege in der Verbraucherzentrale, Gremium: je ein
Vertreter der Bundesanstalt für Materialprüfung (Vorsitz), der Arbeitsgemeinschaft
Textilpflege und der Verbraucherzentrale.

Einrichtung
eines bundeseinheitlichen telefonischen Ansagedienstes - von den
Verbraucherzentralen im Wechsel erstellt.
1979
Energieberatung
wird ausgebaut und in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für rationelle
Energieverwendung durchgeführt, finanziell unterstützt vom Bundesministerium
für Wirtschaft über die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV)
Sonderbeilage
in „test“ zu Energiefragen, Auflage: 60.000
Dr.
Thea Brünner in den Verbraucherbeirat beim Bundesminister für Wirtschaft
berufen.
1980
18.08.1980:
Änderung des Rechtsberatungsgesetzes: In Artikel 1, § 3, Ziff.
8 wird den Verbraucherzentralen der 11 Bundesländer das Recht zur
außergerichtlichen Rechtsberatung und Rechtsbesorgung gegeben.
Verbraucherzentrale
Anbieter von Btx-Informationen und als Teilnehmer im Btx-Feldversuch in Berlin
vertreten.
Hearing
im Reichstag zu Verbraucherfragen, veranstaltet vom Senator für Wirtschaft.
Herausgabe
der Rechtsbroschüre "Schon gewußt?" mit Fällen aus dem Alltag für
Kinder und Jugendliche. Gleichzeitige Einrichtung von Sonderrechtsberatungen
für Kinder und Jugendliche.

Erweiterung
der Energieberatung durch die Sondersprechstunde "Heizkostenabrechnung".
Assessor
Ernst Ungerer wird stellvertretender Geschäftsführer.

1981
Ingeborg
Laue, Vorsitzende der Verbraucherzentrale, erhält das Bundesverdienstkreuz am
Bande.
Ingeborg
Laue wird zur Vorsitzenden des Beirats B der AgV, und damit zur
Vizepräsidentin, gewählt.
Verbraucherzentrale
wird vom Präsidenten des Kammergerichts als Ausbildungsstation für
Rechtsreferendare anerkannt.
Von
jetzt an Mitarbeit in der Expertenrunde "Recht" bei der Stiftung
Warentest.
Dr.
Thea Brünner wird Mitglied im DIN-Verbraucherrat.
Einrichtung
einer finanzkundlichen Sonderberatung zu Kredit- und Versicherungsfragen.
Ausbau
des "Bürger-Service Energie" durch die Gesellschaft für rationelle
Energieverwendung in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale.
1982
Besuch
von Josef Ertl, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
anlässlich der Sonderaktion "Urlaub auf dem Bauernhof".
Ergebnis
einer Besucheranalyse zeigt u.a., dass die Hilfe bei Reklamationen anteilmäßig
besonders stark von Angehörigen sozial weniger begünstigten Gruppen in Anspruch
genommen wird.
Erhöhung
der Mitgliedsbeiträge und der Eintrittsgelder
Spendenaufruf
an die Berliner Bevölkerung, ständige Ausgabe von Überweisungsformularen an die
Ratsuchenden.
Verbraucherzentrale
Berlin vom Präsidenten des Amtsgerichts Berlin in die Liste der
bußgeldempfangsberechtigten Institutionen aufgenommen.
Auf
Wunsch der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Neue
Informations- und Kommunikationstechniken", Unterkommission Recht, nimmt die Verbraucherzentrale Stellung zu
Problemen des Verbraucherschutzes bei der bundesweiten Einführung von
Bildschirmtext.
Zum
Entwurf des Staatsvertrages über Bildschirmtext Stellungnahme gegenüber der
Kommission "Neue Kommunikationstechniken" beim Senator für
Wissenschaft und kulturelle Angelegenheiten.
Vom
Bundeskartellamt erbetene Stellungnahmen zum Abkommen über den
Lastschriftenverkehr bei Banken und Sparkassen und zur Vereinbarung über die
Festsetzung einer Höchstgebühr für die Benutzung der institutsübergreifenden
Geldautomaten.
Gründung
der Berliner Lebensmittel-Kommission bei der Industrie- und Handelskammer zu
Berlin unter Beteiligung der Verbraucherzentrale.
Kursus
an der Volkshochschule Steglitz zum Thema "Einrichten und Wohnen".
Arbeitsgruppe
IV "Abgrenzung und Inhalt der Verbraucherpolitik und neue Initiativen zur
Verbraucherhilfe" des Verbraucherbeirats beim Bundesminister für Wirtschaft
- Sprecherin: Dr. Thea Brünner.
1983
1.
Preisvergleich zum Thema "Kontoführungsgebühren am Bankplatz Berlin",
der bis heute regelmäßig durchgeführt wird. 1. Preisvergleich zum Thema
"Kreditkosten am Bankplatz Berlin", ebenfalls bis heute regelmäßig vorgelegt.
30jähriges
Jubiläum der Verbraucherzentrale Berlin.
1984
Besuch
des Regierenden Bürgermeisters
Eberhard
Diepgen.
Einrichtung
einer persönlichen und telefonischen Sonderberatung für Übersiedler aus der
DDR.
Beginn
des Verkaufs von Test-Heften der Stiftung Warentest in der Verbraucherzentrale,
die bis heute auch in der Infothek gelesen werden können.

Beginn
einer regelmäßigen Preiserhebung für Frisch-Lebensmittel und Heizöl.
Berufung
von Dr. Thea Brünner in den Verwaltungsrat der Stiftung Warentest.
Neue
telefonische Sonderberatungen zu mietrechtlichen Fragen der Verkabelung und zu
Versicherungsfragen.
1985
Berufung
in den Bundesgesundheitsrat des Bundesministers für Jugend, Familie, Frauen und
Gesundheit.
Hearing
im Ausschuss für Jugend, Familie und Gesundheit des Bundestages im Auftrag der
AgV zum Thema "Trinkwasserfluoridierung".
1986
Besuch
des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Ignaz Kiechle.
Sonderberatung
"Gartenpflege und Bodenqualität" durch Experten des
Pflanzenschutzamtes Berlin.
Die
ständig überlastete Telefonanlage wird durch eine neue, leistungsfähigere
Anlage ersetzt - Änderung der Telefonnummer und Direktwahlmöglichkeiten.
ABM-Projekt
"Sozialorientierte Kredit- und Versicherungsberatung einschl.
Schuldnerberatung". 1. externe Schuldnerberatung im Bezirksamt Wedding.
Sondertelefon
zu Umweltfragen mit wechselnden Schwerpunktthemen einmal wöchentlich.
Infolge
der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl intensives Informationsangebot und
Mitarbeit im „Krisenstab“.
1987
Umweltschutz
wird als neuer Tätigkeitsbereich aufgenommen.
Neues
Angebot: Computergestützte Überprüfung von Hypothekenzinsen: Programm vom
Institut für Finanzdienstleistungen, Hamburg, konzipiert, von der AgV zur Verfügung
gestellt.
Weitere
Schuldnerberatungsstellen in den Bezirksämtern Kreuzberg, Neukölln und
Schöneberg.

Arbeitsgruppe
Schuldnerberatung wird eingerichtet, der neben dem Deutschen Familienverband
und dem Diakonischen Werk Vertreter der Stiftung Verbraucherinstitut, der
Verbraucherzentrale, der Senatsverwaltungen für Gesundheit und Soziales sowie
Wirtschaft und Arbeit und anderer Stellen angehören.
Ab
jetzt ist die Verbraucherzentrale in der Einigungsstelle für
Wettbewerbsstreitigkeiten bei der Industrie- und Handelskammer vertreten.
1988
Verleihung
des Verdienstordens des Landes Berlin an Dr. Thea Brünner.

Einrichtung
einer Patientenberatung mit medizinisch/juristischer Ausrichtung, zunächst als
ABM-Projekt.
Bedingt
durch das hohe Telefonaufkommen in der Rechtsberatung Einrichtung einer
zusätzlichen Telefonanlage nur für den Rechtsbereich.
Schuldnerberatungsstellen
jetzt in Wedding, Kreuzberg, Neukölln und Schöneberg, Kooperationsvertrag mit
dem Bezirksamt Tempelhof.
1989
Ingeborg
Laue erhält das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik
Deutschland.

Finanzdienstleistungsberatung
wird zunächst als ABM-Projekt eingerichtet, aus dem sich die Spar- und
Anlageberatung sowie die Versicherungsberatung als neue Beratungsschwerpunkte
entwickeln.
Schuldnerberatung
jetzt in allen - bis auf drei - Bezirksämtern vertreten, enge Zusammenarbeit
außerdem mit fast allen Trägern der Sozialarbeit, freien Trägern, die
Schuldnerberatungen anbieten, sowie Selbsthilfegruppen.
Einrichtung
einer Sondersprechstunde zu Fragen bei Mieterhöhungen.
Ab
September 1989 werden die Vortrags- und Beratungsangebote für Aus- und
Übersiedler ausgeweitet, Informationsmaterial erstellt sowie Seminare für
Sozialarbeiter durchgeführt. Täglich telefonische Sonderberatungen für Aus- und
Übersiedler.
Sonderberatung
"Home- und Personalcomputer".
Verbraucherverbände
starten computergestützte Versicherungsberatung.

Dr.
Thea Brünner wird in den Verwaltungsrat des Absatzförderungsfonds der deutschen
Land- und Ernährungswirtschaft berufen.
Berufung
von Dr. Thea Brünner in den Aufsichtsrat der Postbank.
1990
Zusätzliche
Sprechstunden und Informationsmaterial für die ehemaligen DDR-Bürger.
Intensive
Öffentlichkeitsarbeit nach der Maueröffnung auch auf dem Gebiet der ehemaligen
DDR.
Zusammenarbeit
mit Institutionen und Initiatoren aus der ehemaligen DDR, die den Aufbau von
Verbraucherorganisationen planen.
Aus
dem ehemaligen Amt für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung wird Anfang
des Jahres das Verbraucherzentrum Berlin (Ost), das am 03.10. in die
Verbraucherzentrale Berlin integriert wird (Außenstelle Warschauer Strasse).
Neuer
Tätigkeitsbereich: Spar- und Anlageschutzrecht. Erste Veröffentlichung der
„Schwarzen Liste“ mit Nennung unseriöser Geldanlageangebote.
Als
Reaktion und Unterstützung des neu eingeführten Dienstleistungsabends (Änderung
des Ladenschlussgesetzes) ändert die Verbraucherzentrale ihre Öffnungszeiten:
donnerstags bis 20.30 Uhr.

Rechtsanwältin
Gabriele Francke wird neben Assessor Ernst Ungerer stellvertretende
Geschäftsführerin.
1991
Mitgliederversammlung
kritisiert die angekündigte totale Streichung der Bundesmittel ab 1992 und
fordert vom Bundesministerium für Wirtschaft, aufgrund der besonderen Lage
Berlins eine Förderung zumindest für die nächsten drei bis vier Jahre zu
gewährleisten.
Einrichtung
einer regelmäßigen Schuldnerberatung in der Justizvollzugsanstalt Moabit.
ABM-Projekt
"Einführung in die soziale Marktwirtschaft". ABM-Projekt
"Umweltbezogene Werbung und Kennzeichnung von Verpackungen".
Erhöhung
der Eintrittspreise und Beratungsgebühren infolge einschneidender Etatkürzungen.
Zusammenarbeit
mit der Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam; Ausdehnung der
Preiserhebungen zu Benzin und festen Brennstoffen, auch im Umland Berlins.
Weitere
Kooperationsvereinbarungen in der Schuldnerberatung, z.B. mit der "Gesobau"
und dem Deutschen Roten Kreuz, sowie aktive Teilnahme am Fortbildungsseminar
für Sozialarbeiter der Bundeswehr, bei der Fachtagung "Schuldnerberatung
und Marktwirtschaft".
Umzug
der Außenstelle von der Warschauer Straße in die Marzaner Allee der Kosmonauten.
Patientenberatung
wird zur festen Einrichtung durch Umwandlung der ABM-Stellen in feste
Planstellen.
Die
Mahnbescheidsformulare der Amtsgerichte enthalten auf der Rückseite den
Hinweis: "Im Rahmen ihres Aufgabenbereichs kann Ihnen auch die Verbraucherzentrale
bei einer außergerichtlichen Klärung der Rechtsfrage behilflich sein"
Herausgabe
der Gesetzessammlung "Verbraucherrecht - Gesetze und Verordnungen",
Hrsg. Dr. Thea Brünner.
1992
Bundesfinanzierung
des Bundesministers für Wirtschaft für die Verbraucherzentrale bis
einschließlich 1994 auf der Grundlage der Zuwendung von 1992 gesichert.
Eine
Besucherbefragung durch Studenten der Fachhochschule für Wirtschaft ergibt, dass sich die Mehrheit der
Befragten keine Alternative zur Verbraucherzentrale vorstellen kann. Knapp die
Hälfte war schon häufiger in der Verbraucherzentrale, die Mehrheit erwartet
aktive Hilfe, die Rechtsberatung wird am stärksten nachgefragt, über die Hälfte
der Besucher wurde durch die Medien auf die Verbraucherzentrale aufmerksam,
rund 40 % durch Empfehlung. Sowohl Wartezeiten als auch die Höhe der Beratungsgebühren
wurden überwiegend als angemessen bezeichnet.
Unterstützung
der Verbraucherzentrale Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bei der
Einrichtung eigener Patientenberatungen.
Wohnberatung
nimmt Bauberatung als neues Angebot auf und baut dieses in den nächsten Jahren weiter aus.
Erste
Schuldnerberatungsstelle im östlichen Teil Berlins: Prenzlauer Berg.
1993
Gründung
des Arbeitskreises Grauer Kapitalmarkt: Auf Initiative der Senatsverwaltung für
Wirtschaft und Technologie und der Verbraucherzentrale wird der Arbeitskreis
als Gegenoffensive gegen die besonders aggressive und gefährliche Entwicklung
auf dem sog. Grauen Kapitalmarkt gegründet. Ihm gehören neben der
Verbraucherzentrale und der Senatsverwaltung Vertreter des Bankenverbandes
Mittel- und Ostdeutscher Länder, der Bundesaufsichtsämter für das Kredit- und
das Versicherungswesen, des Polizeipräsidenten in Berlin, des Deutschen Finanzdienstleistungs-
und Informationszentrums, der Stiftung Warentest und des
Verbraucherschutzvereins an, als Gäste das Bundesministerium für Arbeit und
Sozialordnung, die Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Berlin sowie ein
Vertreter des Bundesministers der Finanzen.
Der
Arbeitskreis bildet drei Untergruppen:
Änderung
des 5. Vermögensbildungsgesetzes; Schaffung neuer
Verbraucherschutzbestimmungen; Formulierung von Kriterien zur Bekämpfung
unlauterer und strafbarer Werbung.
ABM-Projekt
Baufinanzierung
Mitgliedschaft
in der Sachverständigenkommission des Abgeordnetenhauses von Berlin nach dem
Fraktionsgesetz.
Kooperation
mit der ZIM – Gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft
mbH: Diplomjuristen aus der ehemaligen DDR werden unter Leitung der
Verbraucherzentrale im Verbraucherrecht qualifiziert.
40jähriges
Jubiläum der Verbraucherzentrale Berlin.
1994
Dr.
Thea Brünner wird das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der
Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Die
institutionelle Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft wird
eingestellt. Die Förderung wird in geringerem Umfang auf der Grundlage der
projektgebundenen Förderung im Rahmen der AgV-Gremienarbeit fortgeführt.
Neues
Beratungsangebot zu Baufinanzierungsfragen.
ABM-Projekt
„Versicherungen im EU-Binnenmarkt“.
Mitgliedschaft
in dem seit 1991 bestehenden Verbraucherausschuss der EG-Kommission CCC Conseil
Consultatif des Consommateurs
1995
Ingeborg
Laue erhält den Verdienstorden des Landes Berlin.
Prof.
Dr. Heiko Steffens, stellvertretender Vorsitzender, wird zum Präsidenten der
Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) gewählt.

Eine
vom Magazin "Focus" beim Institut Sample in Auftrag gegebene
Repräsentativumfrage zum Thema "Vertrauen in Institutionen" zeigt,
dass Verbraucherorganisationen das größte Vertrauen in der Bevölkerung
genießen. Sie rangieren noch vor dem Bundespräsidenten.
Projekt
"Modellvorhaben zur Entwicklung eines Umweltinformations- und - motivationskonzeptes für Großstädte am
Beispiel Berlin" (eco-direkt) wird auf Initiative des Senators für
Stadtentwicklung und Umweltschutz in der Verbraucherzentrale eingerichtet, je
zur Hälfte finanziert von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz
und der Bundesstiftung Umwelt.
Die
Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie ermöglicht durch eine
Projektfinanzierung eine dringend erforderliche EDV-Ausstattung.
Projekt
"Versicherungsberatung im Europäischen Binnenmarkt".
1996
Der
plötzliche Tod von Ingeborg Laue, der langjährigen Vorsitzenden der
Verbraucherzentrale, am 18. August überschattet das Jahr 1996.
Prof.
Dr. Heiko Steffens, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände
(AgV) und stellvertretender Vorsitzender der Verbraucherzentrale Berlin,
übernimmt die Position des amtierenden Vorsitzenden.
Prof.
Dr. Heiko Steffens erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der
Bundesrepublik Deutschland.

Das
Bezirksamt Wedding löst aufgrund der desolaten Haushaltslage den Vertrag mit
der Verbraucherzentrale Berlin, die seit 1986 dort bestehende Kredit- und Schuldnerberatung
muss eingestellt werden. Andere Bezirksämter ziehen aus demselben Grund in den nächsten Jahren nach.
Kürzung
der Zuwendungen durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft und Betriebe um
200.000 DM.
Aufgrund
der Mittelkürzung muss die Außenstelle in Marzahn geschlossen werden, statt
dessen wird ein Stützpunkt im Rathaus Marzahn eingerichtet.
Als
erste Verbraucherzentrale führt Berlin die gebührenpflichtige telefonische Rechts- und Finanzdienstleistungsberatung
ein (3,63 DM pro Minute, davon erhält die Verbraucherzentrale 2,86 DM).
ABM-Projekt
Insolvenzrecht.
Ein
vom Bundesministerium für Wirtschaft beim ifo-Institut für Wirtschaftsforschung
in Auftrag gegebenes Gutachten zur Finanzierung der deutschen Verbraucherorganisationen
weist auf die wachsende ordnungspolitische Bedeutung der Verbraucherarbeit hin
und bescheinigt den Verbraucherzentralen besondere Bürgernähe. Aus dem
ifo-Gutachten geht klar hervor, dass die öffentliche Finanzierung der deutschen
Verbraucherorganisationen unerlässlich ist.
1997
Wechsel
in der Geschäftsführung: Rechtsanwältin Gabriele Francke wird neue
Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale.
Dr.
Thea Brünner, langjährige Geschäftsführerin, wird auf der Mitgliederversammlung
zur Vorsitzenden gewählt. Assessor Ernst Ungerer bleibt stellvertretender Geschäftsführer
und wird zusätzlich Justitiar der Verbraucherzentrale.

Weitere
drastische Kürzung der Zuwendungen, sowohl durch die Senatsverwaltung für
Wirtschaft und Betriebe als auch durch das Bundeswirtschaftsministerium.
Die
Verbraucherzentrale steht vor dem Konkurs, der durch Einlenken des Senats
gerade noch abgewendet werden kann.
Erstmals
müssen 6 Kündigungen ausgesprochen werden.
EU-Projekt
"Zugang zum Recht am Beispiel Grauer Kapitalmarkt und
Versicherungen".
Baufinanzierungsberatung
wird in das Beratungsangebot fest
aufgenommen.
Berechnungsservice
für Vorfälligkeitsentschädigung wird eingerichtet.
1998
Verbraucherzentrale
Berlin wird "geeignete Stelle" im Sinne des § 305 Abs.1 Nr. 1 der
Insolvenzordnung, die einem Insolvenzverfahren vorgeschaltet sein muss - für
die Bezirke Schöneberg und Tempelhof.
Seit
diesem Jahr gemeinsame Schuldnerberatungsstelle für Schöneberg und Tempelhof
für das außergerichtliche Entschuldungsverfahren nach der Insolvenzordnung für
die betroffenen Bürger beider Bezirke - finanziell getragen von beiden
Bezirken.
Auf
Initiative aus dem Abgeordnetenhaus werden der Verbraucherzentrale zum
Ausgleich des aus dem Jahr 1997 übernommenen Defizits zusätzliche Mittel von
der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Betriebe bewilligt.
Auflösung
der hauswirtschaftlichen Beratung - des ältesten Arbeitsbereichs - infolge der
Mittelkürzungen.
Einschränkung
der Umweltberatung.
Schließung
des Stützpunktes im Rathaus Marzahn.
EU-Projekt
„Überschuldung“ in Zusammenarbeit und unter Federführung des österreichischen
Vereins für Konsumenteninformation, Wien.
Neues
Beratungsangebot zur Euro-Einführung.
Sonderberatung
anlässlich des ausgelaufenen Telefonmonopols der Deutschen Telekom zu Angeboten
der Telefongesellschaften.
Verbraucherzentrale
Berlin mit eigener Website im Internet.
Ende
des Mandats im Aufsichtsrat der Postbank als Verbrauchervertreter (seit 1989).
ABM-Projekt
"Beratung zur freien Krankenkassenwahl und zur 3. Stufe der
Gesundheitsreform".
1999
Euroaktivitäten
werden verstärkt (Vorträge, Seminare, Öffentlichkeitsarbeit).
Beteiligung
am Projekt EuroInfo@Berlin -
Internetplattform. Gemeinschaftsprojekt ausgewählter Institutionen und
Serviceanbieter. Träger: Senatsverwaltung und BAO Berlin – Marketing Service
GmbH
Beratung
zu Telekommunikationsfragen gewinnt an Bedeutung, ebenso zu Problemen auf dem
liberalisierten Strommarkt.
2000
Gründung
des neuen Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände e.V.
(Verbraucherzentrale Bundesverband - vzbv) mit Sitz in Berlin. In den Verband
sind die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV), der Verbraucherschutzverein
(VSV) und die Stiftung Verbraucherinstitut (VI) integriert. Zusammen mit den
anderen Mitgliedern der ehemaligen AgV ist die Verbraucherzentrale Berlin
Gründungsmitglied.
Beratungsangebot
zur Einführung des Euro am 01.01.2001 wird intensiviert.
2001
Irmgard
Kraatz-Rotermund, Hauptgeschäftsführerin der Neuen Hauswirtschaft und
Verbraucherzentrale Berlin e.V. von 1953 bis 1972, stirbt im Alter von 95
Jahren.
Mitgliederversammlung
verabschiedet am 9. November einen an das Berliner Abgeordnetenhaus gerichteten
verbraucherpolitischen Forderungskatalog, darunter die dringende Forderung nach
Fortsetzung der öffentlichen Finanzierung zur Aufrechterhaltung unabhängiger
Verbraucherarbeit.
Wahrnehmung
des eigenen Unterlassungsanspruchs bei Verstößen gegen das Gesetz gegen den
unlauteren Wettbewerb, gegen unzulässige Allgemeine Geschäftsbedingungen und
andere Verbraucherschutzgesetze, soweit sie Berlin betreffen, den die
Verbraucherzentrale bisher dem Verbraucherschutzverein überlassen hatte.
Spar-
und Anlageberatung nimmt Beratung zur sog. Riester-Rente in ihr Angebot auf.
Mitgliedschaft
im Beirat des "Versicherungsombudsmann e.V." für den Bereich Lebens-
und Sachversicherungen, gegründet von der Versicherungswirtschaft.
Aufgrund der
angespannten finanziellen Situation wird die schon auf eine Teilzeitstelle
reduzierte Umweltberatung nicht neu besetzt.
Beteiligung
am "Euro-Projekt" in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband, das sich
gegen überzogene oder verdeckte Preissteigerungen im Zuge der Euro-Einführung
richtet.
2002
Wechsel
der Zuständigkeit für die Verbraucherzentrale innerhalb des Senats: Bis Anfang
2002 gehörte sie zur Senatsverwaltung für Wirtschaft, jetzt wird sie im Zuge
der Senatsneubildung der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
zugeordnet, die um den Bereich Verbraucherschutz erweitert wird.
Volker
Pietsch aus dem Arbeitsbereich Spar- und Anlageberatung erhält den
Anlegerschutzpreis vom Deutschen Anlegerschutzbund e.V. (DASB)
Beteiligung
an der Sonderaktion "Flutfon", vom vzbv eingerichtet und bundesweit
geschaltet, als Reaktion auf die Hochwasserkatastrophe.
Beratungsangebot
zur Einführung des digitalen Fernsehens. Gemeinsame Pressekonferenz mit der
Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz und dem Mieterverein.
Herausgabe eines gemeinsamen Informationsblatts mit dem Mieterverein.
Im
Rahmen der Schuldnerberatung Kooperationsvereinbarung mit FORUM – Arbeit und
Projekte e.V.
Beteiligung
an der Internetplattform www.baufinanzierung.de, ein Projekt der Kreditanstalt
für Wiederaufbau und des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und
Verbraucherverbände.
Telefonische
Sonderberatung anlässlich der Euro-Einführung.
Reaktivierung
des Arbeitskreises Grauer Kapitalmarkt, der 1993 von der Senatsverwaltung für
Wirtschaft und der Verbraucherzentrale gegründet worden war.
Stellungnahme
zum Entwurf des Gesetzes zur Information der Verbraucher im Lebensmittelverkehr
im Land Berlin.
2003
50jähriges
Bestehen der Verbraucherzentrale Berlin e.V.
Symposium
„Kooperation zwischen Universitäten und Verbraucherorganisationen“ am 26.09.
Anlässe: Entpflichtung von Prof. Dr.
Heiko Steffens, Auftaktveranstaltung zur „Langen Nacht des Verbraucherschutzes
in Berlin“ der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz
am gleichen Tag, auch anlässlich des 50jährigen Bestehens der
Verbraucherzentrale Berlin unter Mitwirkung zahlreicher Berliner
Verbraucherorganisationen und Behörden.
Gründung
des Netzwerkes Verbraucherschutz auf Initiative der Senatsverwaltung für
Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz am 16.07.2003 - Mitgliedschaft der
Verbraucherzentrale.
Beteiligung
an der Langen Nacht der Schuldnerberatung, mit der vor allem vor der Tätigkeit
unseriöser gewerblicher Schuldenregulierer gewarnt werden soll.
Beteiligung
am bundesweiten gemeinsamen Internet-Informationsservice der
Verbraucherzentralen (in Vorbereitung).
Beteiligung
am bundesweiten Intranet der Verbraucherorganisationen (in Vorbereitung).
Wachsender
Beratungsbedarf im Rahmen der privaten Altervorsorge (Riester-Rente) und der Gesundheitsreform.
Fit Kid: Die
Gesund-Essen-Aktion für Kitas. Vom BMVEL gefördertes Projekt,
Verbraucherzentrale führt Fortbildungsveranstaltungen für pädagogische
Mitarbeiterinnen von Kindertagesstätten durch.
„Fit
im Alter: Gesund essen, besser leben“. Vom BMVEL gefördertes Konzept.
Verbraucherzentrale führt Veranstaltungen zur Ernährung von Senioren durch.
Seminar mit „Einkaufstraining“.
Verbraucherzentrale
werden Zuwendungskürzungen in Höhe von 300.000 € ab 2005 angedroht. Sie
fürchtet um ihre Zukunft.






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