Augen auf beim Online-Kauf: Merkmale von Fake-Shops im Internet

Pressemitteilung vom

Online-Händler sind nicht immer so seriös, wie es den Anschein hat. So manche Internet-Verkaufsplattform, die mit günstigen Preisen lockt, erweist sich als Fake-Shop.

  • Fake-Shops nur scheinbar seriös
  • Fake-Shops rechtzeitig erkennen können
  • Fake-Shop-Opfer sollten handeln
Fake Shops
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Fake-Shops scheinbar seriös
Verbraucherinnen und Verbraucher sollten genau hinschauen beim Bestellen im Internet. Sogenannte Fake-Shops sind häufig Kopien real existierender Websites. Sie gewinnen das Vertrauen der Online-Kundschaft mit gut kopierten Produktbildern, einem seriös wirkenden Auftritt und günstigen Preisen im Vergleich zu anderen Anbietern. Die verschickten Waren stellen sich dann jedoch oft als minderwertig heraus, wenn sie überhaupt geliefert werden. Nicht selten werden die Kunden mit dem Hinweis auf angebliche Lieferschwierigkeiten vertröstet, um sie von rechtlichen Schritten abzuhalten.

Fake-Shops rechtzeitig erkennen
Um Fake-Shops rechtzeitig zu erkennen, sollten Käuferinnen und Käufer auf Besonderheiten achten, empfiehlt Josephine Frindte, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Berlin: „Wenn die Internetadresse nicht zum Inhalt der Seite passt, das Impressum fehlt oder Vorkasse verlangt wird, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auf jeden Fall vorsichtig sein. Manchmal werden auch Gütesiegel erfunden oder existierende Gütesiegel ohne Besitz des Zertifikates verwendet. Dies kann man beispielsweise an der fehlenden Verlinkung zum Siegel-Betreiber erkennen.“

Fake-Shop-Opfer sollten handeln
Opfer von Fake-Shops können sich an ihre Bank wenden und bereits geleistete Zahlungen rückgängig machen lassen. Bei Überweisungen ist dies noch Stunden nach der Online-Bestellung möglich. Lastschriftverfahren können bis zu acht Wochen nach Einzug rückgängig gemacht werden. Rechtlich handelt es sich bei Fake-Shops um Betrug. Betroffene sollten Belege für die Online-Bestellung sammeln und in der Verbraucherzentrale Berlin prüfen lassen. Dazu zählen der Kaufvertrag, die Bestellbestätigung, E-Mails und ein Screenshot des Angebotes. Auch das Stellen einer Strafanzeige bei der Polizei ist anzuraten.

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen zu Fake-Shops unter: www.verbraucherzentrale-berlin.de

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.