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Schnell schlank bis zum Sommer?!

Pressemitteilung vom

Abnehmen hat immer Konjunktur. Gerade Frühling möchten viele Menschen schnell ein paar Pfunde verlieren und wieder in die zu eng gewordene Hose passen.

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Mit dem passenden Präparat kein Problem – so verspricht es jedenfalls die Werbung. Doch dauerhaft abnehmen kann man mit freiverkäuflichen Schlankheitsmittel nicht. Stattdessen drohen gesundheitliche Gefahren und unangenehme Nebenwirkungen.

"Appetithemmer, die meist als Nahrungsergänzungsmittel oder Medizinprodukte im Handel erhältlich sind, bestehen oft aus Ballaststoffen, die im Magen stark aufquellen und so ein Sättigungsgefühl herbeiführen", erklärt Jessica Fischer, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Berlin. Eine echte oder gar dauerhafte Gewichtsabnahme sei dadurch nicht zu erreichen. "Allerhöchstens kann hiermit eine Ernährungsumstellung zu Beginn unterstützt werden", so Fischer. Bei großen Ballaststoffmengen müsse unbedingt auf eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, um Verstopfungen oder schlimmstenfalls einem Darmverschluss durch verklumpte Quellstoffe zu vermeiden.

Abführ- und Entwässerungsmittel entziehen dem Körper Wasser und Mineralstoffe – insbesondere Kalium, was zu gesundheitlichen Schäden, etwa Funktionsstörungen von Nieren und Herz, führen kann. Der Wasserverlust führt zwar kurzzeitig auch zu einem niedrigeren Gewicht, aber nicht zu einer verringerten Körpermasse oder einem Fettabbau. Eine künstlich herbeigeführte schnellere Darmentleerung fühlt sich vielleicht erleichternd an, aber zum Abnehmen ist dies keine geeignete Methode. Im Gegenteil: eine längerfristige Anwendung führt zur Gewöhnung und dadurch zu Darmträgheit und Verstopfung.

Generell warnt die Verbraucherzentrale Berlin vor derartigen "Abnehmmitteln". "Nahrungsergänzungsmittel und Medizinprodukte unterliegen keiner Prüfpflicht oder staatlichen Zulassung, bevor sie in den Handel kommen", erklärt Jessica Fischer. Für die Sicherheit und die Wirksamkeit ist allein der Hersteller verantwortlich und es gibt keine festgelegten Höchstmengen für Inhaltsstoffe.

Besondere Vorsicht ist bei Präparaten geboten, die keinerlei Angaben zum Wirkstoff oder Wirkmechanismus machen und generell bei Internetanbietern aus dem Ausland. Hier wurden schon öfter Produkte mit illegalen und teilweise lebensgefährlichen Substanzen entdeckt.

Wer wirklich abnehmen will, dem rät die Ernährungsexpertin zu Altbewährtem: "Vernünftig essen, überflüssige Kalorien einsparen, ausreichend bewegen und etwas Geduld – dann sollte die Hose bald wieder passen und die Gesundheit nicht leiden!", so Fischer.

Weitere Informationen zu Schlankheitsmitteln finden Sie unter der Rubrik "Lebensmittel und Ernährung" und im Portal Klartext Nahrungsergänzung.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.