Welcher Fisch kann noch auf den Tisch?

Pressemitteilung vom

Fisch ist Teil einer gesunden Ernährung und liefert wichtige Fette und Mineralstoffe. Gesund für den Menschen bedeutet jedoch nicht unbedingt gut für den Planeten: Die Weltmeere sind in einem schlechten Zustand. Die Fischbestände schrumpfen und immer mehr Arten sind vom Aussterben bedroht. Aber welcher Fisch darf noch auf den Tisch, fragen sich viele Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Verbraucherzentralen Berlin und Hamburg haben daher in Zusammenarbeit mit einem Experten für nachhaltige Fischereiprodukte eine Einkaufshilfe entwickelt.

Dorade mit Luftblasen aus Zwiebelringen
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Der Fisch-Ratgeber der Verbraucherzentralen ist ein ausklappbares Booklet im Taschenformat, das beim Einkauf von nachhaltig gefangenem Fisch helfen soll. Er listet auf, welche Fischarten aus welchen Fanggebieten zurzeit „empfehlenswert“, „bedingt zu empfehlen“, „nicht zu empfehlen“ oder „absolut nicht zu empfehlen“ sind. Anhand farblich eingeteilter Kategorien bekommen Ratsuchende schnell einen guten Überblick.

Nachhaltige Fischerei ausbauen
„Wer mit gutem Gewissen Fisch essen will, muss heutzutage sehr genau hinschauen“, sagt Dr. Britta Schautz von der Verbraucherzentrale Berlin. Schleppnetze auf dem Meeresboden und Beifang mit tausenden Delfinen, Seevögeln, Schildkröten und anderen Meeresbewohnern, die wie Müll entsorgt werden, sollte es eigentlich nicht mehr geben. Nachhaltige Fischerei mit festgelegten Fangquoten und umweltschonenden Fangmethoden würde helfen, die Artenvielfalt im Meer und das Ökosystem selbst zu schützen. „Immer mehr Verbraucher wollen nicht zu Lasten der Umwelt konsumieren. Trotzdem sind längst nicht alle Fischereien als nachhaltig zertifiziert, und manche Siegel versprechen mehr als sie tatsächlich halten“, so Schautz. „Mit unserem Fisch-Ratgeber wollen wir beim Einkauf unterstützen.“

Die Menschen verzehren momentan zu viel Fisch. Mehr als ein Viertel der Fischbestände ist überfischt, über die Hälfte bis an die Grenze ausgenutzt und drei Prozent bereits komplett erschöpft. Fisch wird zunehmend in Aquakulturen gezüchtet, doch wird dazu häufig Fischmehl aus Wildfang verfüttert.

Weitere Informationen
Mehr Informationen zum Thema Fischeinkauf und ein PDF des Fisch-Ratgebers sind veröffentlicht auf den Internetseiten der Verbraucherzentralen Berlin und Hamburg:
www.verbraucherzentrale-berlin.de/fischratgeber
www.vzhh.de/fischratgeber
www.vzhh.de/fisch

 

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