Salzkonsum in Deutschland

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Zu viel Salz im Essen ist ein weltweit verbreitetes Problem. Auch in Deutschland wird mehr Salz gegessen als gesund ist.

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Männer in Deutschland nehmen im Schnitt 10 Gramm Salz und Frauen 8,4 Gramm am Tag auf. Fast 70 Prozent der Frauen und 80 Prozent der Männer hierzulande essen mehr als die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen 6 Gramm Salz (ca. 1 Teelöffel) täglich. Etwa die Hälfte der Männer und mehr als ein Drittel der Frauen nehmen sogar mehr als 10 Gramm Salz am Tag zu sich und damit deutlich mehr als empfohlen wird. Das hat eine Studie ergeben, die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Auftrag gegeben wurde.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt sogar, nur 5 Gramm Salz täglich zu essen. Sie betrachtet eine Reduzierung der Salzzufuhr als entscheidenden Schritt zur weltweiten Bekämpfung von nicht übertragbaren Erkrankungen. Denn ein hoher Salzkonsum erhöht das Risiko für Bluthochdruck. Das kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen bis hin zum Schlaganfall und Herzinfarkt. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Maßnahmen verschiedene europäische Länder bereits ergriffen haben, um den Salzkonsum zu reduzieren.

Das meiste Salz unserer Ernährung steckt in verarbeiteten Lebensmitteln und nicht im heimischen Salzstreuer. Mehr über die wichtigsten Salzquellen und salzärmere Alternativen für ausgewählte Lebensmittel lesen Sie in diesem Artikel.

Ganz auf Salz verzichten sollten Sie allerdings auch nicht. Kleine Mengen (etwa 1,4 Gramm) benötigt unser Körper pro Tag, z.B. um dem Blutdruck zu regulieren, für den Flüssigkeitshaushalt der Zellen oder die Verdauung. Antworten auf wichtige Fragen rund um Speisesalz lesen Sie in diesem Artikel.

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BMEL: Weniger ist mehr - Zucker, Fette und Salz reduzieren, Stand: 04.08.2021

Bundesinstitut für Risikobewertung: Blutdrucksenkung durch weniger Salz in Lebensmitteln, Stand: 2012