Kühlschrank, Trockner, Durchlauferhitzer: Die heimlichen Strommonster in Ihrer Wohnung

Pressemitteilung vom
Die Strompreise steigen und werden für viele Haushalte zur Belastung. Doch es gibt gute Nachrichten: Schon mit kleinen Veränderungen im Alltag lässt sich viel Energie – und damit Geld – sparen. Energieexpertin Marie Vaubel von der Verbraucherzentrale entlarvt die größten Stromfresser in Wohnungen und gibt Tipps, mit denen die Stromkosten deutlich sinken werden.
Draufsicht auf ein Paar, das sich gerade mit der Heizkostenabrechnung auseinandersetzt
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Die größten Stromfresser in Wohnungen:

Kühl- und Gefriergeräte: Alte Geräte verbrauchen oft doppelt so viel Strom wie moderne Modelle. Ein Austausch kann sich schnell lohnen.
Waschmaschine und Trockner: Wer mit niedriger Temperatur wäscht und auf den Trockner verzichtet, spart bares Geld.
Standby-Geräte: Fernseher, Router, Mikrowelle – viele Geräte laufen unbemerkt weiter. Eine abschaltbare Steckdosenleiste hilft.
Beleuchtung: Der Wechsel zu LED-Lampen spart bis zu 80 % Strom gegenüber herkömmlichen Glühbirnen.
Elektroheizungen und Durchlauferhitzer: Besonders teuer im Betrieb – hier lohnt sich eine individuelle Beratung.
 

Praktische Sofort-Tipps zum Stromsparen 

  1. Geräte ganz ausschalten statt Standby
    Viele Geräte wie Fernseher, Spielekonsolen, Router oder Mikrowellen verbrauchen auch im Standby-Modus Strom.

    Tipp: Abschaltbare Steckdosenleisten nutzen oder Geräte ganz ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden.

  2. Kühlschrank optimal einstellen
    Der Kühlschrank läuft rund um die Uhr – und ist oft falsch eingestellt.

    Tipp: Kühlschranktemperatur auf 7 °C stellen und −18 °C im Gefrierfach. 
    Tür nicht unnötig lange offenhalten und regelmäßig abtauen.

  3. Waschmaschine clever nutzen
    Waschmaschinen verbrauchen viel Strom – vor allem bei hohen Temperaturen.

    Tipp: Wäsche bei 30-40 °C waschen, Eco-Programm nutzen und den Trockner vermeiden.

  4. Auf LED-Beleuchtung umsteigen
    Alte Glühbirnen und Halogenlampen sind echte Stromfresser.

    Tipp: LED-Lampen nutzen: Sie halten länger und verbrauchen bis zu 80 % weniger Strom.

  5. Stromfresser erkennen – mit einem Strommessgerät
    Die Energieberatung der Verbraucherzentrale verleiht kostenlos Strommessgeräte, mit denen der Verbrauch einzelner Geräte geprüft werden kann.

    Tipp: Der Zähler-Check bietet eine gute Grundlage, den Stromverbrauch zu kontrollieren und dann zu reduzieren.

  6. Warmwasser sparen
    Wasser mit Strom zu erwärmen, zum Beispiel mit einem Durchlauferhitzer, ist teuer.

    Tipp: Kürzer duschen, Sparduschkopf verwenden und Wasser beim Zähneputzen 
    abstellen, spart Strom und Wasser.

  7. Stromrechnung prüfen und Anbieter vergleichen
    Ein günstigerer Tarif kann viel Geld sparen.

    Tipp: Vergleichsportale helfen, günstige Tarife zu finden. 

  8. Energieberatung nutzen
    Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet kostenlose Energieberatung an. 

    Tipp: Verbraucher*innen erhalten eine unabhängige, kompetente und persönlich auf sie zugeschnittene Beratung.

Fragen zum Thema Energiesparen beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Fachleute informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter unserer bundesweit kostenfreien Hotline 0800 – 809 802 400 sowie in unseren Vorträgen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Über die Energieberatung der Verbraucherzentrale

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte, anbieterunabhängige Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie private Verbraucher*innen mit derzeit 1.000 Energieberater*innen und an mehr als 900 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Im Jahr 2024 wurden weit über 230.000 Privathaushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise zu Energiesparen, Wärmedämmung, moderner Heiztechnik und erneuerbaren Energien.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

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