Das Wichtigste in Kürze:
- Auszeichnung Verbraucherschule wird am 23. März in Berlin verliehen
- Verbraucherbildung bereitet auf den Alltag vor
- Weiterfinanzierung dringend notwendig, sonst stehen Netzwerk und Auszeichnung Verbraucherschule vor dem Aus
Gezielte Werbung auf Social Media oder Schuldenfallen beim Online-Shopping: Schon junge Menschen sind aktive Verbraucher*innen. Um sie frühzeitig in die Lage zu versetzen, informierte und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen, braucht es starke Verbraucherbildung. Am 23. März zeichnet der Verbraucherzentrale Bundesverband Schulen aus, die Kinder und Jugendliche auf ihr Handeln als Verbraucher*innen vorbereiten. In diesem Jahr geht die Auszeichnung auch an sieben Schulen aus Berlin.
„Gerade weil Verbraucherbildung so lebenspraktisch ist, macht sie Schülerinnen und Schüler fit fürs Leben. Sie lässt sich vielfältig in den Unterricht integrieren. Ich gratuliere den ausgezeichneten Schulen und wünsche mir, dass sie noch viele Bildungseinrichtungen in Berlin dazu inspirieren, ihrem Vorbild zu folgen“, sagt Markus Kamrad, Vorstand der Verbraucherzentrale Berlin.
Die Auszeichnung Verbraucherschule, die bereits zum achten Mal vergeben wird, steht unter der Schirmherrschaft von Bundesverbraucherschutzministerin Dr. Stefanie Hubig und wird in den Kategorien Gold, Silber und Bronze verliehen. Gefragt sind Aktivitäten und Projekte in den Bereichen Finanzen, Ernährung, Medien und nachhaltiger Konsum. Diese Schulen aus Berlin überzeugten die Jury:
- Brillat-Savarin-Schule / OSZ Gastgewerbe, Verbraucherschule Gold
- Bröndby-Oberschule, Verbraucherschule Silber
- Conrad-Schule, Verbraucherschule Silber
- Emil-Fischer-Schule, Verbraucherschule Gold
- Freie Schule Anne-Sophie Berlin, Verbraucherschule Gold
- Heinz-Berggruen-Gymnasium, Verbraucherschule Bronze
- Hermann-Scheer-Schule, Verbraucherschule Silber
Mehr zu den Maßnahmen der Preisträger*innen erfahren Interessierte hier.
Am 23. März zeichnet der Verbraucherzentrale Bundesverband 121 Schulen aus 15 Bundesländern aus. Die Verbraucherschulen erreichten in den Schuljahren 2023/2024 und 2024/2025 mehr als 68.000 Schüler*innen – so viele wie nie zuvor.
Der Verbraucheralltag von Kindern und Jugendlichen ist sehr komplex. Verbraucherbildung gibt Orientierung und bereitet junge Menschen auf ihren Alltag vor. Erst im vergangenen Jahr hat die Bildungsministerkonferenz ihre Empfehlung dazu, wie Verbraucherbildung an Schulen umgesetzt werden sollte.
Netzwerk Verbraucherschule unterstützt Lehrkräfte
Insgesamt 500-mal wurde die Auszeichnung Verbraucherschule bereits vergeben. Das Netzwerk Verbraucherschule unterstützt Lehrkräfte mit Fortbildungen und weiteren Angeboten. Das Ziel: Verbraucherthemen an Schulen in den Fokus rücken. Seit dem Start der Online-Fortbildungen im Jahr 2020 haben sich mehr als 2.750 Teilnehmende über Verbraucherthemen und Unterrichtsideen informiert. Doch die Finanzierung des Bildungsangebots ist nur bis Ende 2026 gesichert. Die Verbraucherzentrale appelliert an die Bundesregierung, das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen und die Finanzierung der Verbraucherschule dauerhaft zu sichern.
- Weitere Informationen zur Auszeichnungsveranstaltung finden Interessierte hier: https://www.vzbv.de/termine/auszeichnung-verbraucherschule-2026