Förderung fürs Eigenheim: energieeffizient, sicher, barrierefrei

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Wer bei der Haussanierung auf Energiesparen, Einbruchschutz und Barrierefreiheit setzt, dem steht eine wahre Flut von Zuschüssen und günstigen Krediten offen. Daher sollten Sie sich als Eigentümer gut informieren, um für Ihr Vorhaben die passenden Fördermittel zu bekommen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für viele Maßnahmen an Ihrem Wohnhaus gibt es Förderungen: von der neuen Heizung im Keller, über einbruchsichere Fenster sowie den barrierefreien Hauseingang bis zur Nutzung erneuerbarer Energien.
  • Sie können auch mehrere Programme kombinieren, um die öffentlichen Fördermittel bestmöglich auszunutzen.
  • Online helfen Ihnen verschiedene Datenbanken, um nach den passenden staatlichen Förderprogrammen zu suchen.
  • Seit 01.01.2020 können Sie unter bestimmten Voraussetzungen zu Ausgaben für energetische Sanierungsmaßnahmen auch alternativ einen Steuerabzug geltend machen. Dieser reduziert Ihre Steuerschuld.
Paar umarmt sich vor Haus mit Gerüst
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Was wird gefördert?

Als privater Eigenheimbesitzer finden Sie eine Vielzahl von Förderprogrammen bei Bund, Land und kommunalen Trägern zu folgenden Themen:

  • Nachträglicher Wärmeschutz bei Gebäuden / Effizienzhäuser
  • Reduzierung von Barrieren / Einbruchschutz
  • Energiesparende Heizungs- und Lüftungssysteme
  • Thermische Solaranlagen / Holzpelletheizungen
  • Wärmepumpen / Geothermie
  • Kraft-Wärme-Kopplung
  • Photovoltaikanlagen / Batteriespeicher / Ladestationen für E-Fahrzeuge

 

Alternativ gibt es unter bestimmten Voraussetzungen eine steuerliche Förderung für folgende Maßnahmen:

  • Erneuerung der Heizungsanlage bei Einbindung erneuerbarer Energien
  • Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind
  • Erneuerung von Fenstern und Außentüren
  • Wärmedämmung von Dächern, Wänden, Geschoss-/Kellerdecken
  • Einbau oder Erneuerung einer Lüftungsanlage
  • Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung

 

Wo finde ich Informationen zur steuerlichen Förderung?

Energetische Sanierungsmaßnahmen sind ab 2020 auch über eine neue Steuerermäßigung in Gestalt eines Steuerbonus durch eine Änderung des Einkommensteuergesetzes möglich. Gefördert werden Maßnahmen an selbstgenutzten Wohneigentum, wenn das Gebäude mindestens 10 Jahre alt ist.

Steuerlich berücksichtigt werden nur Sanierungsmaßnahmen, die von einem Fachunternehmen ausgeführt werden und die die Anforderungen aus der Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung (ESanMV) erfüllen. Die Maßnahmen müssen die technischen Mindestanforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) übersteigen - wie bei den Förderprogrammen von KfW und BAFA.

Wenn dies alles zutrifft, können Sie 20 Prozent und maximal 40.000 Euro innerhalb von drei Jahren in der Steuererklärung angeben. Eine Beantragung beim Finanzamt vor Beginn der Sanierungsmaßnahme ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zur steuerlichen Förderung finden Sie auf der Internetseite des Bundesmininsteriums für Wirtschaft und Energie:

  1. Faktenblatt (PDF, 73 KB)
  2. Das amtliche Muster für die Bescheinigung der Sanierungsmaßnahmen
  3. Einkommensteuergesetz (EStG) § 35c

Wie finde ich das richtige Förderprogramm?

Wenn Sie sich eine Übersicht verschaffen wollen, welche Fördermittel es für Ihr Sanierungsanliegen gibt, können Sie verschiedene Fördermitteldatenbanken durchsuchen. Eine gute Übersicht bietet der Förder.Navi der EnergieAgentur.NRW – insbesondere für Nordrhein-Westfalen. Das Tool ermöglicht die Auswahl nach Förderthema, Förderart und Fördergeber. Probieren Sie es hier aus und klicken Sie sich bis zur Detailansicht von einzelnen Förderprogrammen durch.

Zwei weitere Förderdatenbanken bieten das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der Bauförderer. Die Datenbanken enthalten ausschließlich Förderprogramme vom Bund und teilweise von den Bundesländern. Zusätzlich gibt es aber vielerorts weitere lokale Förderungen von Kommunen, Kreisen oder Energieversorgern. Informieren Sie sich vor Ort, beispielsweise im Rathaus oder bei unserer Energieberatung.

Fördergelder beantragen

Die Antragstellung läuft je nach Förderprogramm unterschiedlich ab. Aber immer sind die Anträge vor dem Beginn der Maßnahme zu stellen. Bundesweite Fördermittel erhalten Sie über die KfW und für den Bereich der erneuerbaren Energien beim BAFA.

  • Lassen Sie sich am besten vor der Planung beraten. Auch die Verbraucherzentrale bietet eine Energieberatung und Beratung zur Immobilienfinanzierung an.
  • Anträge müssen vor Maßnahmenbeginn gestellt werden.
  • Die KfW-Bankengruppe fordert bei den meisten Förderprogrammen die Einbeziehung eines Energieeffizienz-Experten
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung. Ist beispielsweise der Etat eines Programms ausgeschöpft, können keine Gelder mehr ausgezahlt werden.

KfW-Bankengruppe

Bei der KfW gibt es unterschiedliche Möglichkeiten eine Förderung zu erhalten, es gibt zinsgünstige Kredite, Kredite mit zusätzlichem Tilgungsnachlass und die Zuschussförderung. In den folgenden Videos werden die Verfahren erläutert.

1. Anmeldeprozess im KfW-Zuschussportal

Zum YouTube-Video

2. Auszahlung des Zuschusses veranlassen - KfW-Zuschussportal

Zum YouTube-Video

3. Beantragung KfW-Kredit Energieeffizient Sanieren

Zum YouTube-Video

BAFA - Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Das BAFA fördert nur über Zuschüsse, sofern Sie ihre Heizung auf erneuerbaren Energien umstellen und zusätzlich einen Kredit benötigen, können Sie das über den KfW-Ergänzungskredit (167 ) machen.

Förderungen kompakt - Infoblätter

Wenn Sie schon wissen, ob eine steuerliche Anrechnung Ihrer Sanierungsmaßnahmen oder ein Förderprogamm in Frage kommt: Die wichtigsten Infos zur steuerlichen Förderung sowie zu vielen Darlehen und Zuschüssen finden Sie hier als Infoblätter zum Download.

Steuerliche Anrechnung

Steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen

KfW-Bankengruppe

Die Bundesregierung  fördert über die KfW Maßnahmen zur energetischen Sanierung, zum altersgerechten Umbau und zum Einbruchschutz von Gebäuden. Gefördert werden zudem Brennstoffzellen und Photovoltaikanlagen durch zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse.

 

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Die Bundesregierung fördert über das BAFA Wärmepumpen, Biomasse- und Solarthermieanlagen, Maßnahmen zur Heizungsoptimierung, Mini-KWK-Anlagen und Energieberatungen durch Zuschüsse.