7. Juni ist internationaler Tag der Lebensmittelsicherheit

Pressemitteilung vom
Wenn es um die Sicherheit von Lebensmitteln geht, denken Viele nur an Schadstoffe wie Pestizidrückstände und Verunreinigungen oder an Antibiotikaresistenzen – dass es vielfältige Gesundheitsgefahren in der eigenen Küche gibt, wird häufig vernachlässigt. So banal die Regeln der Küchenhygiene oft wirken, so grundlegend ist ihre Bedeutung für die Minimierung gesundheitlicher Risiken – und gleichzeitig für die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.
Hände schneiden Fleisch auf Küchenbrett

Küchenhygiene schützt vor Gesundheitsgefahren und rettet Lebensmittel

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Eva Katharina Hage, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Berlin, erklärt: „Selbst wenn die Küche noch so glänzt, kann man sich eine Lebensmittelinfektion einfangen, wenn man die Grundregeln der Küchenhygiene nicht beachtet. Viele dieser Regeln werden häufig vernachlässigt. Welches Fach ist zum Beispiel im Kühlschrank für Fleisch geeignet? Was ist der Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum? Warum sollte man auf Topfschwämme besser verzichten?“

In Deutschland erkranken laut Bundesinstitut für Risikobewertung jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen durch Erreger in Lebensmitteln. Die Dunkelziffer liegt jedoch weitaus höher. Viele Fehler im Umgang mit Lebensmitteln passieren dabei zu Hause. So können sich Bakterien, Viren und Schimmelpilze vor allem bei warmen Temperaturen schnell vermehren. Solche Mikroorganismen finden sich überall dort, wo ihre Lebensbedingungen günstig sind, zum Beispiel auf den Lebensmitteln, an den Händen, auf Arbeitsflächen oder an Spülgeräten oder Handtüchern. Es gibt einige einfache Tipps, die unsere Gesundheit schützen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Lebensmittel nicht so schnell verderben.

Reinigung: Händewaschen ist das A und O

Vor und nach der Zubereitung roher Lebensmittel Hände gründlich waschen. Frische Lebensmittel gründlich säubern oder abwaschen. Tierische Produkte wie rohes Fleisch und roher Fisch sind meist von mehr potentiell krankmachenden Mikroorganismen besiedelt als Gemüse oder Obst. Durch den Garvorgang werden sie zwar abgetötet, wenn man aber dasselbe Schneidebrett für Fleisch und Gemüse verwendet, können die Mikroorganismen im Salat landen. Hage empfiehlt außerdem: „Ersetzen Sie Küchenschwämme am besten durch eine Spülbürste, weil sich Mikroorganismen dort schlechter ansiedeln können.“

Kühlung von sensiblen Lebensmitteln

Um die Keimvermehrung zu reduzieren, sollten tiefgekühlte und leicht verderbliche Produkte wie Hackfleisch oder Fisch vor allem im Sommer gekühlt transportiert und nach dem Einkauf direkt in den Kühlschrank gelegt werden. Achten Sie hierbei auf das richtige Kühlschrankfach.

Kühlen Sie übriggebliebene zubereitete Gerichte schnell herunter und lassen Sie diese nicht über mehrere Stunden ungekühlt stehen. Die schnelle Kühlung verlängert die Haltbarkeit, da das Keimwachstum direkt gehemmt wird. Verzehren Sie die Reste, die Sie im Kühlschrank gelagert haben, innerhalb von zwei bis drei Tagen.

Auf Verbrauchsdatum achten

Es gibt einen Unterschied zwischen Verbrauchs- und Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Das Verbrauchsdatum gibt den letzten Tag an, an dem das Lebensmittel verkauft und verzehrt werden darf. Es findet sich auf leichtverderblichen Produkten wie rohem Fleisch und Fisch oder Sprossen. Verbrauchen Sie diese Produkte bis zu diesem Tag. Alternativ können Sie viele Produkte einfrieren, was die Haltbarkeit bis zu einem halben Jahr verlängert.

Lebensmittel mit Mindesthaltbarkeitsdatum sind bei verschlossener Verpackung und richtiger Lagerung nach Überschreitung häufig noch bedenkenlos zu genießen. Setzen Sie Ihre Sinne ein: Schauen, Riechen, Probieren.

WEITERE INFORMATIONEN

Hygiene in der Küche: Lebensmittel sicher zubereiten

Tipps zur Haltbarkeit und Lagerung von Lebensmitteln

Broschüre zur Lebensmittelsicherheit vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Broschüre zur Lebensmittelsicherheit vom Bundesinstitut für Risikoforschung

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Ein Gesundheitsgerät neben dem Wort Aufruf in einem Ausrufezeichen.

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