Guter Vorsatz: Mehrweg to go

Pressemitteilung vom
Speisen und Getränke umweltfreundlich mitnehmen
Ein Bote liefert Pizza.

Das Wichtigste in Kürze:

  • die Deutschen produzieren pro Tag 770 Tonnen Verpackungsmüll durch Takeaway-Einwegverpackungen für Speisen und Getränken
  • ab 2023 wird das Anbieten von Mehrwegbehältern für Essen und Getränke zum Mitnehmen und bei Bestellungen für Betriebe verpflichtend
  • Verbraucher*innen können mit der Nutzung der Mehrwegsysteme dazu beitragen, Abfälle zu vermeiden und die Umwelt zu schonen
Off

Nach dem Verbot von Einweg-Plastikprodukten wie beispielsweise Besteck, Tellern, Trinkhalmen und Rührstäbchen im Juli 2021 folgt nun ein weiterer Schritt im Umsetzungsplan des Verpackungsgesetzes.

Anbieter von Speisen und Getränken zum Mitnehmen sind ab Januar 2023 verpflichtet, neben Einwegverpackungen auch eine Mehrwegalternative anzubieten. So können Verbraucher*innen in Restaurants, Cafés und Bistros zukünftig ihre Gerichte in wiederverwendbaren Behältnissen erhalten und dadurch ihren Außer-Haus-Verpackungsmüll maßgeblich reduzieren. Eine Ausnahme gibt es für kleine Betriebe – etwa Imbissbuden – mit maximal fünf Beschäftigten und maximal 80 Quadratmetern Verkaufsfläche. Sie müssen es jedoch ermöglichen, mitgebrachte Behälter der Kundschaft zu befüllen.

Wie funktionieren diese Mehrweg-Systeme?

Für die vom Gastronomiebetrieb zur Verfügung gestellten Gefäße zahlen Verbraucher*innen in den meisten Fällen ein Pfand. Geben sie das Gefäß beim nächsten Besuch zurück, erhalten sie das Pfand zurück oder ihren Einkauf in einem anderen, bereits gereinigten Gefäß. Der Betrieb muss selbst dafür Sorge tragen, dass alle Gefäße hygienisch einwandfrei sind. Die Reinigung kann entweder direkt vor Ort oder durch ein externes Unternehmen erfolgen. „Wichtig bei diesen sogenannten Tauschsystemen ist, dass die Kund*innen ihre Gefäße möglichst zeitnah zurückbringen und nicht zu Hause ansammeln. Sie fehlen sonst nämlich und es muss nachproduziert werden“, weiß Saskia Erdmann, Nachhaltigkeitsexpertin bei der Verbraucherzentrale Berlin. Schätzungen besagen, dass Mehrwegbecher aus Hartplastik bereits ab der 10. Nutzung umweltfreundlicher sind als Einweggeschirr. Je länger der Behälter benutzt wird, desto deutlicher wird der Unterschied. „Von Gebrauchsspuren sollten Verbraucher*innen sich also nicht irritieren lassen. Diese sind bei Mehrwegbehältern normal und beweisen, dass die Verpackung wirklich oftmals benutzt wurde“, so Erdmann.

Kommunikation ist wichtig

Die Betriebe müssen gut sichtbare und lesbare Informationen zu den Mehrwegverpackungen anbringen, zum Beispiel auf Schildern, Plakaten oder Thekenaufstellern. Es ist wichtig, dass Verbraucher*innen auf die Neuerung hingewiesen werden, damit diese Möglichkeit auch genutzt wird. Nur so wird tatsächlich eine Reduzierung des Verpackungsmülls möglich.
Als guten Vorsatz für das kommende Jahr können Verbraucher*innen beim Lieblingsrestaurant ihr Essen to go oder bei Bestellungen nach Hause nun die Mehrweg-Variante für Verpackungen wählen, um die Umwelt zu entlasten.

Weitere Informationen

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/mehrweg-fuers-essen-to-go-1840830

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Urteil gegen Amazon: Gekauft ist gekauft

Amazon darf Kunden nach einer Kontosperrung nicht den Zugriff auf erworbene E-Books, Filme, Hörbücher und Musik verwehren. Wir helfen Betroffenen mit einem Musterbrief.
Fernbedienung wird auf Fernseher gerichtet

Nach Abmahnungen: Rundfunkbeitrag-Service kündigt Rückzahlungen an

Nachdem die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt und der Verbraucherzentrale Bundesverband die Betreiber der Webseite www.service-rundfunkbeitrag.de abgemahnt haben, kündigt das Unternehmen an, in vielen Fällen die Widerrufe der Verbraucher:innen zu akzeptieren und Rückzahlungen vorzunehmen.
Zwei Hände auf der Tastatur eines aufgeklappten Laptops, auf dem Display eine Phishing-Mail mit AOK-Bezug

Neue Gesundheitskarte: Betrugsversuche mit Phishing-Mails

Im Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW sind betrügerische E-Mails aufgetaucht, die angeblich von der AOK kommen. Man soll eine neue Gesundheitskarte beantragen, weil mit der alten keine Kosten mehr übernommen würden. Die Behauptung ist gelogen!