Barrierefrei wohnen - so geht's

Stand: 03. Juni 2025

Hier erklären wir:

Barrierefrei wohnen im Alter

Die Verbraucherzentrale wünscht sich, 
dass alle Menschen die Informationen auf der Internet-Seite gut verstehen können.
Deswegen gibt es die Informationen jetzt auch in Leichter Sprache.

Dieser Text ist eine Zusammenfassung von einem längeren Text.
Das heißt: Es gibt noch weitere Informationen zu diesem Thema.
Den längeren Text können Sie hier lesen: Wohnen im Alter: im eigenen Zuhause bleiben

Der längere Text ist nicht in Leichter Sprache geschrieben.

Ältere oder behinderte Menschen wollen oft in ihrer Wohnung bleiben.

Dazu muss die Wohnung manchmal umgebaut werden.

Oder es müssen Hilfen eingerichtet werden.

Dafür gibt es viele Möglichkeiten.

 

Barriere-freies Haus

Wenn Sie sich nicht gut bewegen können,

brauchen Sie ein barriere-freies Haus. 

barrierefrei heißt: Es gibt keine Hindernisse im Haus.  

Das Haus sollte nicht viele Treppen haben.

Das ist einfacher für Menschen mit Geh-Behinderung.

Sie müssen die Stufen gut sehen können.

Dafür können Sie die Kanten von den Stufen streichen.

Dafür sollten Sie eine kräftige Farbe nehmen. 

Es gibt auch einen Lift für Treppen

Den muss man sich einbauen lassen. 

Sie können an Treppen auch Rampen einbauen.

oder Hand-Läufe anbringen.

An den Hand-Läufen können Sie sich festhalten.

Infos dazu bekommen Sie bei der 

Landes-Beratungs-stelle Barriere-frei

klicken Sie dazu hier

Vielleicht können Sie Geld für den Umbau bekommen

Das Geld heißt: Fördermittel.

Den Antrag müssen Sie vor dem Umbau stellen.

Dafür gibt es diesen Brief: https://www.verbraucherzentrale.de/sites/default/files/2021-09/wohnumfeldverbessernde_massnahmen_pflegebeduerftiger.pdf

Bei dem Brief müssen Sie viel schreiben.

Bitten Sie jemand um Hilfe dabei. 

Es gibt vielleicht auch Geld von einer Bank.

Die heißt Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Infos gibt es hier: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Barrierereduzierung/?redirect=647744

Der Text ist nicht in leichter Sprache.

Bitten Sie auch hier jemand um Hilfe. 

 

Vielleicht brauchen Sie einen Rollator.

Dann brauchen Sie genug Platz dafür.

Wenn Sie Dinge nicht brauchen, 

räumen Sie diese Sachen raus. 

Ein glatter Boden ist besser als Teppich.

Auf glattem Boden können Sie besser gehen. 

Und Sie brauchen gutes Licht in Ihrer Wohnung.

Dann können Sie alles gut sehen

und Sie stolpern nicht.

 

Das ist auch im Bad wichtig.

Die Dusche sollte ohne Schwelle sein.

Sie brauchen auch Haltegriffe in der Dusche.

Und Sie brauchen einen Sitz in der Dusche.

Wenn Sie umbauen müssen

kann auch die Pflege-Versicherung helfen.

Dazu können Sie hier anrufen:

Bürgertelefon zur Pflegeversicherung (030) 340 60 66-02

 

Ältere Menschen brauchen öfter Hilfe

Wenn Sie schnell Hilfe holen müssen

gibt es einen Notruf.

Infos dazu gibt es bei der Pflege-Versicherung. 

Wenn Sie nicht gut hören

kann die Haus-Klingel ein Licht anzeigen.

Auch der Rauch-Melder könnte Licht und Ton haben. 

Vielleicht ist Ihr Haus zu groß für Sie

 

Dann müssen Sie viel putzen und aufräumen.

Manchmal muss man ein Haus reparieren.

Das Fach-Wort ist: Sanierung.

Das kann zu teuer sein.

Dann können Sie Ihr Haus verkaufen.

Sie können sich eine kleinere Wohnung suchen.

Infos zu barriere-freiem Wohnen

Bei der Landes-Beratungs-Stelle können Sie anrufen: Telefon: 06131 28 48 71

Oder eine Mail schreiben: barrierefrei-wohnen@vz-rlp.de

Mehr Infos finden Sie auf der Internet-Seite: www.barrierefrei-rlp.de


Die Bilder sind von © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Der Text wurde von der KI SUMM AI GmbH, Tal 44, 80331 München übersetzt
und in der VZ-RLP redaktionell bearbeitet.
 

Gute Gründe, im Alter zu bleiben

Aber es gibt auch gute Gründe, an Ihrer Immobilie festzuhalten. Denn das eigene Zuhause ist ein Erinnerungsort, ein Ort, der von emotionaler Bindung geprägt ist. Sie haben eine hohe Identifikation mit Ihrem Haus und dem Umfeld. Hinzu kommen gemeinsame Erfahrungen in der nachbarschaftlichen Umgebung.

In den eigenen Wänden genießen Sie individuelle Freiheit. Nicht selten haben Sie über lange Jahre viel Eigenleistung in Haus und Garten gesteckt, um alles nach Ihren Vorstellungen zu gestalten. Nun können Sie zudem finanzielle Vorteile genießen, die ein schuldenfreies Eigenheim mit sich bringt. Schließlich brauchen Sie keine Miete zu zahlen und müssen für die Zukunft auch keine Mietsteigerungen befürchten. Und Sie können die großzügigeren Wohnverhältnisse dafür nutzen, um notwendige Bewegungsflächen zu schaffen.

Welche Zukunft bietet das Haus?

Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie zuerst überlegen, welche Perspektive Ihnen Ihr Haus in Zukunft bietet.

  • Können Sie die Liegenschaft in Ihrem Sinne nutzen?
  • Lässt sich das Haus altersgerecht umbauen?
  • Haben Sie Platz für einen Treppenlift oder internen Aufzug?
  • Lässt sich beispielsweise der Grundriss teilen, so dass Sie damit eine neue Wohneinheit schaffen können?
  • Welche bestehenden und neuen, sozialen Perspektiven gibt es für Sie?
  • Können Sie Ihr Haus für weitere Mitbewohner:innen öffnen? Das könnten eine Pflegekraft sein, aber auch Studierende, die Ihnen im Gegenzug zu einer Mietminderung im Haus zur Hand gehen.
  • Haben Sie den finanziellen Spielraum, um notwendige Umbauten oder Sanierungen zu stemmen? Denken Sie dabei auch an energetische Verbesserungen und Maßnahmen zum Hitzeschutz im Sommer.
  • Finanzielle Unterstützung beim altersgerechten Umbau bietet die KfW z.B. mit dem Kredit für einen altersgerechten Umbau oder dem Investitionszuschuss zur Barrierereduzierung. Keine Sorge: Die angebotenen Fördermittel können Sie auch ohne Pflegegrad und unabhängig von Ihrem Alter beantragen. Einen Überblick über mögliche Förderungen fürs Eigenheim haben wir für Sie zudem auf unserer Internetseite zusammengestellt. Haben Sie einen Pflegegrad, kann Ihnen ihre Pflegeversicherung Auskunft zu Fördermöglichkeiten geben.

Altersgerecht umbauen, barrierearm wohnen

Damit Sie sich weiterhin sicher und komfortabel in Ihrem häuslichen Umfeld bewegen können, sollten Sie Stufen und Schwellen möglichst abbauen und durch Rampen ersetzen. Wo das nicht möglich ist, sollten Sie, sofern noch nicht vorhanden, Handläufe anbringen. So können Sie sich bei Bedarf festhalten. Stufen müssen gut erkennbar sein, deshalb sollten Sie Stufenkanten kontrastreich markieren. Außerdem ist eine gute, blendfreie Beleuchtung bei Dunkelheit unbedingt notwendig, um Stolpergefahren zu vermeiden.

Wichtig sind ausreichend große Bewegungsflächen, so dass Sie im Zweifel auch mit einem Rollator mobil sind. Dies ist besonders im Bad relevant. Hier sollten Sie auch eine bodengleiche Dusche einplanen und mit Haltegriffen und einer Sitzmöglichkeit für Sicherheit sorgen.

Eine weitere Voraussetzung für barrierearmes Wohnen ist, alle Räume und Einrichtungsgegenstände an Ihre körperlichen Maße anzupassen. Schließlich möchten Sie ja nicht nur in Bad und Küche, sondern in allen Räumen Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände mühelos erreichen und benutzen. Das erhöht nicht nur im Alter, sondern auch in jungen Jahren die Lebensqualität erheblich.

Um sich vor Unfällen zu schützen, sind rutschfeste Bodenbeläge ein Muss. Einzelne Teppiche entpuppen sich oft als gefährliche Stolperfalle. Wenn Sie darauf nicht verzichten möchten, wählen Sie am besten festverlegte Teppichware. Weitere Tipps, um das Sturzrisiko zu senken, hat die Aktion "das sichere Haus" zusammengestellt.

Bedenken Sie außerdem, dass sich die Wahrnehmung von Licht und Farben mit der Zeit verändert. So benötigt ­ein ­60-­jähriger­ Mensch für­ den ­gleichen ­Helligkeitseindruck die doppelte Lumenzahl, also Lichtmenge, wie ­eine­ 20­-jährige Person. Daher kann Ihnen ein ­abgestimmter Farb- und Helligkeitskontrast zwischen ­zwei­ benach­­barten­ Flächen, wie ­bei Wand­­ und­ Bodenfliesen, im Alter dabei helfen, besser zu sehen und sich damit auch leichter zu orientieren. Diese Erkenntnis sollten Sie auch bei der Auswahl Ihrer Beleuchtung innen und außen berücksichtigen.

Wichtig ist immer, dass Sie bei Ihren Umbauplänen nicht nur die Bewegungsfreiheit in den Mittelpunkt stellen, sondern auch sensorische und kognitive Beeinträchtigungen im Blick behalten. Das gelingt zum Beispiel, indem Sie Bedienelemente über zwei Sinne wahrnehmen können. So erleichtert beispielsweise ein Blinklicht bei einem Klingelsignal auch Hörbeeinträchtigten, das Türläuten wahrzunehmen. Gleichermaßen dienen zusätzliche akustische Signale Sehbeeinträchtigten, den Rauchwarnmelder zu erkennen. Auch Demenzerkrankten können barrierefreie Anpassungen helfen.

Überlegen Sie, ob eventuell digitale Assistenzsysteme für Sie in Frage kommen, um länger selbstbestimmt Zuhause leben zu können.

Wie Sie Ihr Zuhause barrierefrei umgestalten, lesen Sie außerdem in dieser Broschüre.

Loten Sie alle Optionen zu Ihrer Immobilie aus

Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie sich gut informieren. Lassen Sie am besten den Wert Ihrer Immobilie ermitteln. Welche Baumaßnahmen könnten die Zukunftsfähigkeit des Gebäudes erhalten oder seinen Wert sogar steigern? Welche Möglichkeiten ergäben sich mit einem veränderten Grundriss? Wie sähe die Rechnung aus, wenn Sie verkaufen oder vermieten und selbst in eine kleinere barrierefreie Eigentumswohnung oder in eine betreute Wohnanlage ziehen? Kann sich ein Teilverkauf Ihrer Immobilie wirklich lohnen?

Weitere Informationen finden Sie auch unter dem Serviceportal zuhause im Alter.

Wichtig ist, dass Sie sich rechtzeitig auf den Weg machen, um unterschiedliche Wohnformen zu besichtigen und um auszuloten, welche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen für Ihr Gebäude sinnvoll sind. Lassen Sie sich am besten von Bau- oder Energiefachleuten beraten, um eine optimale Lösung für sich und Ihr Eigenheim zu finden und einen individuellen Sanierungsfahrplan zu erstellen.

Unsere Angebote zum Thema

Pflegerechtsberatung

Haben Sie Fragen zu Ihren Rechten in ambulanter oder stationärer Pflege? Gerne helfen wir Ihnen in unserer Pflegerechtsberatung. Wir beraten Sie umfassend zu vertragsrechtlichen Fragen und Problemen und überprüfen Ihre Pflege- und Betreuungsverträge, auch schon vor Abschluss des Vertrages.

Geschäftsstelle Tempelhof
Kosten: kostenfrei
Beratungsart: Persönlich vor Ort, Telefonische Beratung, Schriftliche Beratung