AKTION: Kostenlose telefonische Beratung am 27. und 28.11. von 16:00 – 19:00 Uhr

Hygiene in der Küche: Lebensmittel sicher zubereiten

Stand:

Das Wichtigste in Kürze

  • Erreger von Lebensmittelinfektionen können sich an Ihren Händen, auf Arbeitsflächen, im Kühlschrank, an Handtüchern oder in Spüllappen befinden.
  • Schütten Sie die Auftauflüssigkeit von tiefgefrorenem Fleisch und Geflügel weg, waschen Sie Geflügel nicht ab.
  • Lappen, Bürsten und Handtücher, in denen sich Keime gut vermehren können, sollten regelmäßig gewechselt werden.
  • Händewaschen vor und zwischen den Arbeitsgängen und bei der gleichzeitigen Zubereitung von rohen Fleisch und Salat nicht vergessen.
On

Tipps für die Lebensmittelzubereitung zu Hause

Erkrankungen durch Lebensmittel werden von Mikroorganismen (wie Bakterien, oder Viren) verursacht. Diese finden sich überall dort, wo die Lebensbedingungen günstig sind, zum Beispiel auf den Lebensmitteln selbst, an den Händen oder auf den Arbeitsflächen. Sogar im Kühlschrank oder an Spülgerätschaften und Handtüchern können sie sich befinden. Mit Krankheitserregern verunreinigte Speisen können Durchfall, Erbrechen und ernste Lebensmittelvergiftungen verursachen. Deshalb sollten folgende Tipps beachtet werden:

  • Richtig auftauen
    Fangen Sie die Auftauflüssigkeit von tiefgefrorenem Fleisch und Geflügel auf und schütten Sie diese weg. Das Tauwasser sollte nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung gebracht werden. Reinigen Sie Hände, Flächen, Gegenstände gründlich, die mit dem Tauwasser in Berührung kamen. Das gefrorene Gut kann auch auf einem Sieb auftauen, lassen Sie es jedoch nie in der Auftaubrühe liegen. Denn diese Flüssigkeit stellt einen guten Nährboden für Keime dar. Tauen Sie Tiefkühlware nicht bei Zimmertemperatur auf, sondern im Kühlschrank.
     
  • Rohes Fleisch und Geflügel nicht waschen
    Beim Berühren des Fleischs oder Geflügels mit den Händen und beim Abspülen des Fleischs unter dem Wasserhahn können die Bakterien über die Hände oder mit Wasserspritzern in der Küche verteilt werden. Nehmen Sie das Fleisch besser direkt z.B. mit einer Gabel aus der Verpackung und geben Sie es in die Pfanne oder das Gargefäß. Benutzen Sie nach Möglichkeit immer sauberes Besteck (und nicht die Hände) bei der Zubereitung von Lebensmitteln.
     
  • Lebensmittel sorgfältig erhitzen
    Erhitzen Sie Fleisch, Hackfleisch, Geflügel und frische Bratwurst und Fisch unbedingt völlig durch (Kerntemperatur von 70 Grad Celsius für mindestens 2 Minuten), bis das Fleisch innen nicht mehr rot bzw. roh ist und der austretende Fleischsaft klar ist. Temperaturen von 70 bis 100 Grad Celsius bei einem vollständigen und gleichmäßigen Erhitzen töten die meisten krankmachenden Keime ab.
    Auch beim Erhitzen von Speisen in der Mikrowelle ist ein gleichmäßiges Erwärmen und regelmäßiges Umrühren wichtig. Erhitzte Speisen müssen, bis sie verzehrt werden, so heiß gehalten werden, dass an allen Stellen der Speise eine Temperatur von mindestens 60 Grad herrscht. Diese Temperatur muss mindestens eingehalten werden, damit lebensmittelbedingte Erkrankungen vermieden werden können.
     
  • Speisen mit rohen Eiern sofort in den Kühlschrank stellen oder verzehren
    Stellen Sie Tiramisu, Zabaione oder Mayonnaise sowie andere nicht erhitzte Speisen mit rohen Eiern sofort nach der Zubereitung in den Kühlschrank und verzehren Sie diese innerhalb von 24 Stunden. Am besten auf Rohei verzichten.
     
  • Speisen nicht lange warm halten
    Kühlen Sie fertig zubereitete Gerichte schnell herunter, lagern Sie diese kühl und erhitzen Sie diese vor dem Verzehr erneut durch, insbesondere bei Aufwärmen in der Mikrowelle. Verzehren Sie Reste von im Kühlschrank gelagerten und zuvor gegarten Speisen innerhalb von zwei bis drei Tagen.
     
  • Sauberes Wasser und saubere Ausgangsprodukte verwenden
     
  • Haustiere von Lebensmitteln fern halten
    Halten Sie Haustiere, wie Hund und Katze, von Lebensmitteln fern und streicheln Sie diese nicht während der Speisenzubereitung oder später beim Essen. Denn nicht nur kontaminierte Lebensmittel, sondern auch der Kontakt mit z.B. Campylobacter infizierten Haustieren kann Infektionen auslösen.

Umgang mit Schneidebrett, Spüllappen & Co

  • Zerkratzte Schneidebretter ersetzen
    Egal ob aus Holz oder Plastik - in den Rillen der Brettchen können sich die Keime gut vermehren. Ersetzen sie zerschnittene und mit Furchen versehene Exemplare durch neue Bretter. Kunststoff-Brettchen lass sich in der Geschirrspülmaschine bei über 60 Grad reinigen und eigenen sich daher für rohe Lebensmittel besser als Schneidebretter aus Holz.
     
  • Saubere und unsaubere Arbeiten trennen
    Trennen Sie rohe und gekochte Speisen. Rohes Fleisch und Salat gehören nicht auf dasselbe Schneidebrett. Generell dürfen bei rohen und gegarten Lebensmitteln nie dieselben Küchenutensilien benutzt werden.
     
  • Küchengerätschaften reinigen
    Wenn Messer, Unterlagen, Arbeitsflächen und andere Gerätschaften mit Fleisch, Fisch, Geflügel oder rohen Eiern in Berührung kommen, reinigen Sie diese sofort nach der Benutzung mit heißem Wasser und Spülmittel.
     
  • Spüllappen regelmäßig austauschen
    Wechseln Sie regelmäßig Lappen, Schwämme, Bürsten und Handtücher. Insbesondere in Spülschwämmen können sich Bakterien schnell vermehren, sodass sie für Reinigungsarbeiten in der Küche weniger gut geeignet sind. So sollten Sie Lappen und Geschirrtücher wenigstens einmal in der Woche wechseln und bei mindestens 60 Grad Celsius waschen. Bürsten aus Kunststoff können Sie in der Spülmaschine reinigen.

Persönliche Hygiene

  • Hände waschen
    Über die Hände können Krankheitserreger auf Lebensmittel übertragen werden. Waschen Sie sich vor und zwischen den Arbeitsgängen (besonders bei der gleichzeitigen Zubereitung von Fleisch und Salat) gründlich die Hände. Reinigen Sie am besten sofort Ihre Hände, wenn diese mit Geflügel, Fleisch, Fisch und rohen Eiern in Berührung gekommen sind.
    Auch nach dem Toilettenbesuch, dem Kontakt mit Haustieren, einem Niesen oder Naseputzen, dem Putzen von Gemüse und dem Kontakt mit Abfällen ist ein sorgfältiges Händewaschen ratsam. Vermeiden Sie während der Lebensmittelzubereitung außerdem das Berühren von Mund, Nase und Haaren.
     
  • Wunden abdecken
    Wunden können mit Keimen, die zu den Lebensmittelvergiftern zählen, infiziert sein.

Und im Notfall?
Gehen Sie zum Arzt, wenn Krankheitssymptome wie Durchfall, Erbrechen und Fieber auftreten.