Wärmepumpen-Boom hält an

Pressemitteilung vom 24. September 2026

Heiztechnikpreise stabilisieren sich

Der Absatz von Wärmepumpen in Deutschland hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich angezogen. Nach Angaben der Absatzstatistik des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) wurden rund 40 % mehr Wärmepumpen von Herstellern an Großhändler und Fachhandwerker verkauft als im Vorjahreszeitraum. Im 2. Quartal hatten Wärmepumpen sogar einen Marktanteil von über 60 %.

Zusätzlich haben sich die Preise für viele Heiztechniken nach Jahren deutlicher Anstiege weitgehend stabilisiert. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ermittelte für das Jahr 2026 einen durchschnittlichen Preisanstieg von lediglich 2,7 Prozent über 21 untersuchte Heiztechniken hinweg. Bei der besonders verbreiteten Luft-Wasser-Wärmepumpe blieb der durchschnittliche Anschaffungspreis mit rund 36.000 Euro sogar unverändert gegenüber dem Vorjahr.

„Immer mehr Hauseigentümer*innen setzen auf die Wärmepumpe. Dass sich die Heiztechnikpreise stabilisieren, erleichtert die Planung. Schließlich entscheidet man sich bei einer neuen Heizung für viele Jahre“, sagt Ane Esdohr, Koordinatorin der Energieberatung der Verbraucherzentrale Berlin. „Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) setzt den rechtlichen Rahmen. Bei der Förderung zählt neben der persönlichen Situation auch der Zeitpunkt, denn die Förderhöchstbeträge sinken schrittweise. Wer einen Heizungstausch plant, sollte sich deshalb frühzeitig informieren. Dann lässt sich in Ruhe entscheiden, bevor die alte Heizung den Zeitplan vorgibt“, so Esdohr. Zur Vorbereitung gehört auch, Angebote sorgfältig zu prüfen.

Auswertungen der Energieberatung der Verbraucherzentrale von mehr als 2.000 Wärmepumpenangeboten zeigen erhebliche Unterschiede bei Preisen und Leistungsumfang. Für vergleichbare Wärmepumpen lagen Preisabweichungen teilweise bei bis zu 250 %. Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, mehrere Angebote einzuholen und unabhängig bewerten zu lassen. Verbraucher*innen können dazu den kostenlosen Wärmepumpenangebotsvergleich der Verbraucherzentrale nutzen. Wichtig ist insbesondere, auf eine korrekte Heizlastberechnung sowie auf die vollständige Auflistung aller notwendigen Leistungen zu achten.

Fazit:
Wer den Austausch seiner Heizung plant, kann sich bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale über die Eignung verschiedener Heiztechniken, Fördermöglichkeiten und die Bewertung von Handwerkerangeboten informieren. So lassen sich Fehlentscheidungen
vermeiden und Investitionen langfristig absichern. Jede klimafreundliche
Heizung reduziert die fossile Abhängigkeit, die Verbraucher*innen entscheiden
sich immer schneller gegen Gas- und Ölheizungen.

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